Am
Montag, 30. Dezember, war ein Überraschungsausflug geplant. Um der Großstadt in die Natur zu entfliehen, ging es zum etwa 50km westlich von Tokyo gelegenen Mt. Takao (die Japaner nennen ihn Takao-san), wo ich nun auch zum ersten Mal Mt. Fuji (Fuji-san) sehen konnte.
Da es nicht lange hell ist, wollten wir früh los, um nicht im Dunkeln im Wald herumzuirren. Die Zugfahrt erwies sich als recht angenehm. Es gibt eine gute Verbindung, mit der man nur von Yotsuya eine Station nach Shinjuku fahren muss und dort dann in die Keio-Line einsteigt, und bis Takaosanguchi durchfahren kann. Die Fahrt dauert eine knappe Stunde. In der Bahn wurde dann auch das Geheimnis gelüftet, wo wir denn hin fahren. Ich hatte mir von der Touristeninformation in Hachioji eine englische Informationsbroschüre schicken lassen, die ich Gerd im Zug präsentierte und so das Geheimnis um unser Ziel lüftete. Es gab verschiedene Routen zum Gipfel und so nutzen wir die Zeit in der Bahn, uns die verschiedenen Möglichkeiten anzuschauen. Eine Webseite zu den Trails findet ihr hier:
http://www.takaotozan.co.jp/takaotozan_eng1/course/index.htm
Wir entschieden uns für Trail 1. Mt. Takao ist "nur" 599m hoch. Man kann auch einen (Groß)Teil der Strecke mit einem Sessellift oder einem Cable Car zurücklegen, aber wir entschieden uns, zu laufen. Der Weg, den wir uns ausgesucht hatten, war ganz gut besucht und die ganze Zeit geteert. Es ging ganz schön bergauf.
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| Flying squirrel | Paved trail leading up to the summit |
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| Got a little side tracked and found this nice trail - lots of stairs | Captured by roots |
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| Looking at Tokyo - you can even see Skytree if you look closely | Stone Octopus - the kind I like |
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| Path leading to the temple | Aaaaand some more stairs |
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| Thanks to a geocache, we found this place | Not sure what these mean but there was a long wall of them |
Kurz vor der Spitze, ich glaube, etwa auf 400m Höhe, befindet sich der Yakuoin-Tempel. Es stellte sich als ziemlich große Tempelanlage heraus. Typisch bei diesem Tempel war eine Figur mit einer sehr langen Nase.
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| Entrance gate to the temple | Lots of bells |
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| Up some more stairs - nice view | Little stone figures next to the stairs leading to the main temple |
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| Main temple building | The long nosed figure was typical for this temple |
Vom Schrein war es nicht mehr weit bis zum Gipfel. Da Mt. Takao vergleichsweise nah an Tokyo liegt, ist er ein beliebtes Ausflugsziel der Japaner. Es war ziemlich voll. Was ich ein bisschen vermisst habe, ist ein tourifreundliches Schild "Takao-san 599m" zum Fotografieren. Vielleicht gab es das auch, aber dann nur auf Japanisch, sodass wir es nicht erkannten.
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| On the summit - lots of people and a snack shop |
Auf der Wanderkarte war am Gipfel ein "Mt. Fuji viewpoint" eingezeichnet. Ich hatte Hoffnung, dass das Wetter mitspielt und wir endlich klare Sicht auf Fuji-san haben würden. Vom Hotelzimmer werde ich ihn nicht sehen, da das Zimmer zur falschen Richtung zeigt und ein andermal von einem Hochhaus in Harajuku waren wir uns nicht sicher, ob es wirklich Fujisan war, weil er so weit weg war. Heute aber waren wir uns sicher. Es war unverkennbar Mt. Fuji mit seiner unverwechselbaren Kuppe. Dass die Sonne schien, war in diesem Fall Fluch und Segen. Es war recht kalt, aber durch die Sonne froren wir nicht. Sie schien aber so sehr, dass es irgendwie unmöglich erschien, ein gutes Bild von einer Person und dem Berg zu bekommen. Wir haben das beste drauf gemacht, unsere "Beweisfotos" zu schießen und dann noch den Anblick genossen.
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| FINALLY, there he is - Fuji-san | Proof that I got to see Mt. Fuji |
Für den Rückweg hatten wir uns einen anderen Weg ausgeguckt. Wir entschieden uns für eine Mischung aus Inariyama Trail (Panoramic Ridge Trail) und Trail 6 (Biwa Waterfall Trail). Es war viiieeelll schöner als der Hinweg. Es waren zwar immer noch eine Menge Leute unterwegs, aber dennoch deutlich weniger als auf der ersten Route. Und wir liefen nicht mehr auf Teer.
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| Hiking in the woods | Big roots - watch your step |
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| This trail was way better than the paved road we took to the top | Watch your step - big roots along the path |
Cache-technisch hatte die Gegend zwar rein theoretisch einiges zu bieten, aber viele der Dosen waren leider verschwunden.
Als wir wieder am Fuße des Berges ankamen, wollte ich noch nicht gleich zurückfahren, sodass wir noch beim Italiener nahe der Bahnstation einkehrten.
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| Pasta (Spaghetti Carbonara) lunch |
Die Rückfahrt gestaltete sich als ebenso einfach wie die Hinfahrt, das Umsteigen klappte problemlos.
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| On the train, going back home |
Alles in allem war es ein toller Tag bei herrlichem Wetter und mal in der "richtigen" Natur, nicht nur in einem Stadtpark, wo man hinter den Baumkronen schon das nächste Hochhaus sehen kann.
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