Montag, 23. Dezember 2013

German Bakery (Mahlzeit)

Statt des üblichen Mittagsblogs gibt es diese Woche einen "Ausflug" zu einer Deutschen Bäckerei.

Zurück nach Japan

Nach 10 Tagen in Deutschland ging es für mich wieder zurück nach Japan. In diesem Eintrag wird es um verspätete Flüge, 12h Minions, zickendes Inflight Entertainment und die Bordmahlzeiten gehen...

Weihnachtsmärkte Deutschland

Auch wenn es in diesem Blog um Japan gehen soll, gehört doch irgendwie auch mein Kurztrip nach Deutschland dazu. Es geht doch nichts über einen schönen Weihnachtsmarkt. Auf vier habe ich es in der kurzen Zeit sogar geschafft :-)

Erster Rückflug nach Deutschland

Es ist der 28. November, 20:53 Uhr in Japan, 12:53 Uhr in Deutschland. Ich werde noch eine gute Stunde im Flugzeug sitzen und nutze die Zeit, den Blog zu aktualisieren.

Samstag, 21. Dezember 2013

Mittag, eine kurze Woche 5

Diese Woche war wegen meines Rückflugs nach Deutschland etwas kürzer. Der Plan, jeden Tag beim Inder zu essen, wurde sogar fast umgesetzt.

Dinner Japanese Style & Karaoke

Es ist nun schon wieder ein Weilchen her, aber durch den Kurzaufenthalt in Deutschland bin ich nicht mehr zum Bloggen gekommen. Am Montag, 25. November war ich von Kollegen zu O-Ton "Dinner - Japanese style drinking" mit anschließendem Karaoke eingeladen. Ich war gespannt, was mich da erwarten würde.

Donnerstag, 19. Dezember 2013

Shoppen in Shibuya

Bevor es zwischendurch zurück nach Deutschland gehen sollte, wollte ich am Sonntag, 24. November, noch die letzten Souvenir- und Weihnachtseinkäufe erledigen. Ich entschied mich für Shibuya, da ich dort alle Läden finden würde, die ich suchte.

Samstag, 14. Dezember 2013

Erdbeben Nr. 4

Samstag, 14. Dezember, 13:07 Uhr

Das war das 4. Erdbeben - oder sollte ich besser mit dem Zählen aufhören? Gerade am ersten Tag nach dem Deutschlandaufenthalt zurück im Büro kam die Sprache auf Erdbeben und mein Chef meinte, "es wird einige weitere geben". Entweder "der weiß was" oder er hat es nur gesagt, weil das inzwischen so sicher scheint wie das Amen in der Kirche... Oder es amüsiert ihn inzwischen einfach, mein leidendes Gesicht bei solchen Aussagen zu sehen. Die Erdbeben lösen bei mir nämlich immer noch kleine Panikattacken und Herzrasen aus.

In Tokyo kam wohl Stärke 4 an, eine 5.5 im Epizentrum in der Nähe... Mein Schrankinhalt sowie die Badtür bewegten sich mal wieder :-( Ich bin dieses Mal ins Wohnzimmer gegangen. Beim Gehen merkt man das Beben nicht so sehr, man sieht es nur durch schwingende/sich bewegende Gegenstände. Als ich dann aber an der Küchenzeile stehen blieb, merkte ich es wieder - also weitergehen. Das mit dem angebrachten Erdbebenverhalten im Sinne von "alle Türen öffnen und untern Tisch setzen" habe ich immer noch nicht drauf. Allerdings habe ich nie die Zimmertüren vollends geschlossen nachdem sich beim 2. Erdbeben eine Leiste im Türrahmen verzogen hatte und ich sie wieder reinklopfen musste.


Warum eigentlich immer am Wochenende? Warum immer wenn ich im Bett bin? Warum immer wenn ich allein bin? Zum Glück bist du bald bei mir.

Weihnachten ist eingezogen

Was wäre Weihnachten ohne Adventskalender?! Zurück von einem Kurzausflug nach Deutschland beginnt nun jeder Tag in Tokyo mit einem neuen Kalendertürchen.


Yokohama (3) Landmark Tower

Am Samstag, 23. November, hatte ich mich wieder mit Manuel verabredet. Diesmal wollten wir zusammen Yokohama erkunden. Es war ein wundervoller Tag, den wir am Hafen begannen, dann weiter nach Chinatown liefen und zum Abschluss auf den Landmark Tower gingen. Um die Posts nicht so lang zu machen, wird es wieder mehrere Abschnitte geben – abschließend der Besuch des Landmark Towers.

Yokohama (2) Chinatown und Pandas

Am Samstag, 23. November, hatte ich mich wieder mit Manuel verabredet. Diesmal wollten wir zusammen Yokohama erkunden. Es war ein wundervoller Tag, den wir am Hafen begannen, dann weiter nach Chinatown liefen und zum Abschluss auf den Landmark Tower gingen. Um die Posts wieder nicht so lang zu machen, wird es wieder mehrere Abschnitte geben – weiter geht es mit China Town. Ich hoffe, ihr mögt Pandas…

Donnerstag, 12. Dezember 2013

Yokohama (1) Minato Mirai (Bay Area)

Am Samstag, 23. November, hatte ich mich wieder mit Manuel verabredet. Diesmal wollten wir zusammen Yokohama erkunden. Es war ein wundervoller Tag, den wir am Hafen begannen, dann weiter nach Chinatown liefen und zum Abschluss auf den Landmark Tower gingen. Um die Posts nicht so lang zu machen, wird es wieder mehrere Abschnitte geben – hier beginnend mit der Minato Mirai 21.

Dienstag, 10. Dezember 2013

Montag, 9. Dezember 2013

Ueno Park, Asakusa und SkyTree

Facebook macht’s möglich. Ich bekam die Nachricht, dass ein Pforzheimer Kommilitone sich in Yokohama aufhielt. Wir beschlossen spontan, am Sonntag, 17. November gemeinsam Sightseeing zu gehen. Mit Ueno Park, Asakusa, SkyTree und Tokyo Station war es Powersightseeing und ein schöner Tag bei erneut strahlendem Sonnenschein.


Alle guten Dinge sind drei. Jetzt reicht's aber! oder: Mal wieder ein Erdbeben

Alle guten Dinge sind wohl 3. Am Samstag, 16. November um 20:44 Uhr gab es wieder ein Erdbeben.


Samstag, 23. November 2013

Marunouchi Viertel und Tokyo Station

Bei strahlendem Sonnenschein verließ ich den Kaiserpalast und ging zur Tokyo Station. Zwischen den beiden Orten liegt das Marunouchi-Viertel. Hier soll sich eine Straße befinden, die der 5th Avenue New Yorks gleicht. Mir blieb sie am Samstag verborgen, sodass ich mich wunderte. Erst am Sonntag, als ich noch einmal im Marunouchi-Viertel war, erschloss sich mir, was gemeint war.

Dienstag, 19. November 2013

Kaiserpalast / Imperial Palace / Edo Castle / Kokyo

Damit der andere Eintrag nicht mit Bildern explodiert, bekommt der Kaiserpalast einen eigenen ;-)

Hibiya Park mit Chrysanthemen

Der Samstag, 16. November, war ein herrlicher Tag. Zunächst wusste ich nicht so recht, was ich machen sollte und hatte vom Wetter abhängig gemacht, ob ich den Kaiserpalast besuchen würde. Besseres Wetter hätte wohl nicht sein können wenn man Mitte November im T-Shirt durch den Palastgarten laufen kann.
Der Tag begann im Hibiya Park, von dem aus ich dann Richtung Norden zum Kaiserpalast ging. Abgeschlossen habe ich den Sightseeing Tag an der Tokyo Station, an/in der man sich auch eine ganze Weile aufhalten kann.

Samstag, 16. November 2013

Mittagswoche, die Dritte

Tja, was soll ich sagen. Auch in der 3. Woche habe ich natürlich Mittag gegesesn. Und dabei war ich nur EIN Mal beim Inder!!
Außerdem liegt fast täglich irgendein Snack auf meinem Schreibtisch. Es braucht sich also niemand Sorgen machen, dass ich hier verhungere ;-)

Harajuku nach Feierabend

Nach Feierabend fuhr ich am Dienstag, 12. November, nach Harajuku. Ich hatte im Internet gefunden, dass man als Touri für 2 Wochen einen wifi-Zugang zu bestimmten Hotspots von NTTEast bekommen konnte und wollte mir so eine Karte holen.
Außerdem kam ich dieses Mal dazu, mir einen der berühmten Crepes zu kaufen, und ich besuchte den Laden Kiddyland.

Immigration Office


Am Montag, 12. November, ging ich mit Jennifer zum Immigration Office, um mich umzumelden.  Bereits in meiner ersten Woche hatten wir uns an einem Tag im Büro getroffen und sind nach dem ersten Mail-Check nach Shinjuku gefahren, um mich anzumelden.

Mittwoch, 13. November 2013

FINA Swimming World Cup 2013 - Tokyo

Sonntag, 10. November 2013

Am Samstag erfuhr ich eher durch Zufall auf Facebook, dass der aktuelle Short Course World Cup im Schwimmen eine Station in Tokyo hat. Ich wusste, dass gerade Weltcup-Saison war, aber dass es eine Station in Tokyo geben würde, wusste ich nicht. Wann? Dieses Wochenende, am 9. und 10. November 2013.

Dienstag, 12. November 2013

Erdbeben, die Zweite - Stärke 5.5


Am Sonntag, 10. November, um 7:38 Uhr hat es ein weiteres Erdbeben gegeben. Dieses Mal zwar "nur" der Stärke 5.5, aber da es dichter an Tokyo war, kam auch mehr an.

Kamakura


Wie bereits kurz erwähnt, hatte Marlen mitbekommen, dass ich in Tokyo bin. Wir haben uns seit 2008 Wernigerode nicht mehr gesehen. Kurzerhand verabredeten wir uns, Samstag Kamakura anzuschauen.

Kamakura ist eine etwa 60km von Yotsuya entfernte Tempelstadt. Es hat mir sehr gut gefallen. Kamakura ist viel grüner als Tokyo und es gibt keine Skyscraper.

Mittag, 2. Woche


Da es durch den Feiertag nur eine kurze Woche war, war sie mittagstechnisch relativ unspektakulär. Na gut, bis auf Freitag. Anne und Sushi :o

Ikebukuro

Es müssen ja nicht immer nur Tagesausflüge sein ;-) So lief ich nach der Arbeit nach Ikebukuro. Die Bahn war mir in die Richtung zu voll und etwas gehen, tut nach dem Sitzen im Büro ganz gut.

Montag, 11. November 2013

Akasaka & Hie Shrine

Am Montag, 04. November, war frei. Eigentlich ist Culture Day am 3. November, aber der freie Tag wurde auf Montag verlegt. So nutzte ich den Tag für einen kleinen Ausflug nach Akasaka, das an Yotsuya grenzt. Dort besuchte ich dann auch den Hie Shrine.

Arena-Shop

Auf dem Weg von Harajuku zur Shibuya-Station kam ich an einem Arena-Laden vorbei. Arena scheint hier deutlich größer als Speedo zu sein, jedenfalls war Speedo auch nicht als Sponsor der Tokyo-Weltcup-Station aufgetreten. Überall Arena. Auch vor der Halle war nur ein Arena-Händler.

Shibuya (2): Harajuku & Shibuya Station

Nach dem Schrein ging es nach Harajuku. In die Takeshita Street, um genau zu sein. Ich befand mich immer noch auf den Spuren dieses "Shinjuku stroll to find Kawaii".
Abschließend lief ich zur Shibuya Station, der letzten Station des Spaziergangs.

Shibuya (1): Meji

Am Sonntag entschied ich mich für Harajuku im Stadtteil Shibuya. Ich wurde gewarnt, dass es wahnsinnig voll sein würde - und das sollte stimmen. Aus der Haltestelle kommend bekam ich zunächst einen Schreck angesichts der Menschenmassen, aber die verteilten sich dann auf den Park, die Takeshita Street und weitere Ecken Harajukus. Ich wollte diesem Plan folgen.

Samstag, 9. November 2013

Eine Bahnfahrt, die ist lustig, eine Bahnfahrt, die ist...

Ich glaube, so laaaaangsam habe ich das mit dem Bahnfahren und meinem Pendlerpass raus.

Meine Erkenntnisse zum Bahnsystem in Tokyo der vergangenen Wochen und ein paar Bilder:

Odaiba (4): Dream Yosacoy Festival - Videos

Da Bilder ja gar nicht die wunderschönen Tänze wiedergeben können, versuche ich, das erste Mal Videos hochzuladen :-)
Viel Spaß beim Ansehen!

As photos cannot remotely show how amazing those Dream Yosacoy Festival dances were, I want to try to upload videos for the very first time. I hope it works :-)
 Enjoy watching them!

Odaiba (3): Dream Yosacoy Festival

Es ist nun schon wieder eine Woche her, dass ich in Odaiba war, aber was ich dort zu sehen bekam, fand ich so toll, dass ich darüber natürlich auch noch schreiben muss.

In der letzten Woche googelte ich, ob es am Wochenende anlässlich des Feiertags, immerhin war Culture Day, irgendwelche kulturellen Veranstaltungen gab. Ich fand das Dream Festival, auch wenn mir nicht ganz ersichtlich war, was genau das war. Es sollte an 3 Orten, u.a. Odaiba stattfinden. Perfekt also.

Mittwoch, 6. November 2013

Ginza

Eigentlich war ich nach Odaiba platt, aber es war noch gar nicht so spät, dass ich noch nicht wieder zurück ins Apartment wollte. Ich überlegte also, was ich noch machen konnte. In Shimbashi musste ich umsteigen. Ich nutzte die Gelegenheit, einfach zur nächsten UBahnstation zu laufen und von dort weiter zu fahren. So landete ich in Ginza.

Odaiba (2): Shoppen


Auf Odaiba kann man ganz wunderbar shoppen. Hier wieder ein paar Bilder aus der bunten Welt des Kitsch.

Montag, 4. November 2013

Odaiba (1): Die Insel Odaiba

Am Samstag fuhr ich morgens nach Odaiba. Odaiba ist eine künstlich angelegte Insel. Da dieser Blog ja großen wissenschaftlichen Anspruch erhebt, verweise ich an dieser Stelle einfach mal auf den Wikipedia-Artikel zu Odaiba. Es war ein richtig schöner Tag dort, auch wenn das Wetter nicht so mitspielte (Regen war eigentlich nur für Montag angesagt). Daher besuchte ich dann auch nicht die Fuji-Aussichtsplattform oder drehte eine Runde auf dem Riesenrad. Das mache ich dann ein andermal bei besserer Sicht :-)

Die verschwundene Post

Bisher habe ich wahrscheinlich noch die größten Fettnäpfchen ausgelassen. Doch würde ich wirklich wissen, wenn ich in eins trete? Nun ja, in den letzten Tagen sind mir 2 Ereignisse in Erinnerung geblieben:

Der Fahrstuhl
Über die Angewohnheit der Japaner, den Türen-schließen-Knopf zu drücken, hatte ich ja bereits geschrieben. Genauso benutzen sie aber auch oft den Knopf, um die Türen offen zu halten, um noch eine weitere Person in den Fahrstuhl zu lassen, die gerade angespurtet kommt.
Es war ein Arbeitstag letzte Woche, als ich zufällig Jennifer an der Bahn begegnete. Sie lief genau hinter mir die Treppe hoch. Einen kurzen Stop im convenience store später gingen wir plaudernd zum Büro. Die Firma sitzt auf der 1., 2. und 5. Etage. Die 3. und 4. Etage wird von anderen Firmen benutzt.
Als wir also auf den Fahrstuhl zuliefen, waren bereits eine Frau und ein Mann im Fahrstuhl. Die Frau hielt für uns den Fahrstuhl an und wir beeilten uns, hinein zu kommen.
Die Frau fuhr bis in die 4. Etage und stieg aus. Zuvor warf sie uns jedoch einen bösen Blick zu. Das hatte ich wahrgenommen, wusste jedoch überhaupt nicht, warum?! Jennifer erklärte es mir. Es ist unhöflich, im Fahrstuhl zu reden. Nun hatte sie schon extra für uns den Fahrstuhl angehalten und dann steigen wir ein und ich quassel los. Wahrscheinlich kam noch dazu, dass die gute Dame an dem Tag mit dem falschen Bein aufgestanden war. Auch wenn ich darauf in Zukunft mehr achten werde, fand ich's rückblickend amüsant. Die hat so grimmig geguckt haha
Ich frage mich, ob ein japanischer Business Plan den elevator pitch bestehen würde, wenn doch nicht gesprochen wird?! hihi

Die verschwundene Post
Die ersten Postkarten sind schon gekauft (wer außer den "üblichen Verdächtigen" noch eine Karte möchte, muss mir seine Adresse schicken), es fehlten aber noch Briefmarken. Ich wollte also zu einer Post und einen Vorrat kaufen, damit ich die Karten dann nur noch einstecken muss sobald sie geschrieben sind.
Dank Jennifers Hilfe komme ich nun mit der Postseite so weit zurecht, dass ich Filialen suchen und deren Öffnungsseiten lesen kann. (einige Seiten sind auf englisch, aber ausgerechnet die Filialsuche komplett auf japanisch).
Für einen Einblick in diesen ganz normalen Wahnsinn meines Alltags, klickt doch einfach mal hier, um zur Seite des Shibuya Post Office zu gelangen. In der Tabelle sind die Öffnungszeiten der verschiedenen Dienstleistungen angegeben. Die erste Zeile (rot) ist für mich relevant. Die Spalten zeigen dann wiederum Mo-Fr (9-21 Uhr), Sa, und Sonn- und Feiertag (je 9-19 Uhr) an. So wurschtel ich mich durch die Seite...

Als ich gestern in Shimbashi umstieg, zeigte ein Schild, dass in der Nähe eine Postfiliale sein würde. Ich kannte die Öffnugnszeiten nicht, aber dachte, ich versuche mal mein Glück. Ich fand nicht so recht den richtigen Zugang zum Gebäude, sodass ich in einem anderen Eingang die Security-Frau nach dem "Post Office" fragte. Sie sagte, die Post sei schon geschlossen. Ob ich einen ATM bräuchte? Ich weiß, dass (wie die Postbank) die Japanische Post auch Bankdienstleistungen bietet. Ich wollte ja aber wissen, wo die Post war. Hätte ich auf ihre Frage mit ja geantwortet, hätte sie mich zu einem Geldautomaten und nicht zur Post geschickt. Ich fragte also wieder nach der Post. Erneut verneint, einen ATM zu suchen. Ich erklärte ihr, dass ich ja dann nächste Woche zu dieser Post wolle. Daraufhin noch mehr Fragezeichen auf ihrem Gesicht. Sie zog einen Katalog mit Straßenkarten aus ihrem Tisch hervor, blätterte (ziellos?) darin rum. Irgendwann legte sie den Stadtplan weg und meinte "no post office around here". Huch? Wie? Es gibt hier keine Post? Aber sie steht doch überall auf den Schildern!?! Mir schoss zum Glück in den Kopf, dass mir Kollegen bereits vor Abreise von Situationen erzählt hatten, dass Japaner lieber weglaufen wenn sie nicht weiter wissen als das Gesicht zu verlieren. Die Frau war immerhin vom Sicherheitsdienst und konnte nicht einfach weglaufen. Ich biss mir also auf die Zunge, ihr zu erklären, dass ich nicht doof sei und sehr wohl wisse, dass hier irgendwo eine Post steckt, aber das hätte dann auch nichts gebracht, sodass ich mich mit einem "oh ok. Well, thank you." verabschiedete (und nicht weiter nach der Geisterpost suchte).

There should be a post office around here somewhere


Die gefundene Post
Die Öffnungszeiten der Post sind.... nun ja... bescheiden. Die meisten Filialen haben Mo-Fr 9-17 Uhr geöffnet. In der Nähe vom Hotel gibt es eine, die bis 18 Uhr geöffnet hat, aber das schaffe ich nicht, da ich etwa eine halbe Stunde von der Arbeit bis nach Yotsuya brauche. Es gibt ganz wenige Filialen, die in der Woche länger und dann auch noch Samstag/Sonn- und Feiertag geöffnet haben. In Schibuya hatte ich eine gefunden, die ich heute aufgesucht habe. Jetzt muss ich also nur noch die Karten schreiben.

In front of a Japanese post officeJapanese Stamps :-)

Letzte Woche beobachtete ich auf Arbeit Sachi, wie sie Briefe frankfierte. Sie klebte putzige Bärchenbriefmarken drauf. Als ich meinte, die seien ja süß (finden wahrscheinlich auch nur wir Mädels), zog sie eine ganze Mappe mit Briefmarken hervor und blätterte zu einer Seite mit Disney Briefmarken. Da sie weiß, dass ich Disney mag, zog sie folgenden Bogen zielstrebig hervor. Den gab's leider heute bei der Post nicht. Schade...
Disney stamps

Umzug - neues Zimmer

Am Donnerstag Abend hieß es für mich Koffer packen. Das war gar nicht so einfach. Aber letztendlich waren 2 Koffer und mein Rucksack wieder verschlossen und ich bereit zum auschecken. Sachi hatte mir organisiert, dass ich mein Gepäck an der Rezeption lassen konnte und es im Laufe des Tages dann auf's Zimmer gebracht wird. Als ich dann aber auscheckte, gab man mir bereits die neue Key Card, sodass ich meine Sachen hochbringen konnte.

Mein Zimmer ist nun zur anderen Hausseite, zur Straße gelegen. Erst war ich nicht so begeistert, aber in den letzten 2 Nächten hat es mich nicht gestört. Das neue Zimmer ist viiieeeellll schöner und ich bin unglaublich froh, gewechselt zu haben. Es fühlt sich nun nicht mehr wie ein Hotel an, es ist eine richtige kleine Wohnung, wo ich mich nun eingerichtet habe und ankommen kann.
Es schläft sich auch viel besser. Das andere Zimmer war immer so warm, die Klimaanlage dann aber zu kalt und/oder laut und bei offenem Fenster surrten Mücken um mein Ohr. In diesem Apartment ist die Luft deutlich besser.

Ein Kollege hat mir erzählt, dass man ab der 8. Etage bei gutem Wetter Mt. Fuji sehen kann. Mein Zimmer ist nun auf der 11. Etage. Ich weiß allerdings nicht, in welche Richtung man dann gucken muss, ob mein Zimmer zur richtigen Seite zeigt. Die letzten 2 Tage waren ziemlich diesig, ich werde also weiter Ausschau halten ;-)
Entrance, kitchen und living roomBedroom

New room - new view


Sonntag, 3. November 2013

Frohe Weihnachten

Irgendwie ist in der letzten Woche in Tokyo Weihnachten explodiert. War am letzten Wochenende von Weihnachten noch gar nichts zu spüren, sind nun bereits die ersten Läden voll dekoriert und man kann Weihnachtszeug kaufen. Das erste Mal begegnete es mir gestern im Disney Store in Odaiba. Heute ging es dann weiter.
Während in Deutschland ja schon seit August Lebkuchen und Schoko-Weihnachtsmänner in den Supermärkten stehen, in den USA aber die Weihnachtsatmosphäre erst so richtig nach Thanksgiving aufkommt, scheinen die Japaner irgendwo dazwischen zu liegen. Dazu muss aber wohl auch erwähnt werden, dass man hier gar kein Weihnachten feiert. Am 23. Dezember ist zwar frei, aber da wird der Geburtstag des Kaisers gefeiert. Dennoch gibt es wohl Weihnachten, aber wahrscheinlich aus dem gleichen Grund, warum es Halloween und Valentinstag gibt. Und immerhin lieben Japaner es, sich Geschenke zu machen...
Disney Store in OdaibaChristmas store in Ginza


Cartier all wrapped up, also GinzaEntrance to Tokyu Plaza in Shibuya

Meine kulinarische Woche

Was ich so auf Arbeit mache, hat in diesem Blog nichts zu suchen. Was ich aber so in den Mittagspausen treibe, ist da schon eher interessant ;-) Für alle, die Angst hatten, ich würde in Japan entweder an Sea Food ersticken, durch Stäbchen verhungern oder auch sonst ziemliche Probleme kriegen - ich kann euch beruhigen - die erste Woche lief erstaunlich gut und ich habe bereits ein Lieblingsrestaurant in der Nähe der Arbeit. Wenn ich da aber jeden Tag essen gehe (was ich problemlos könnte), komme ich wahrscheinlich 10kg schwerer wieder.

Ich probiere mal eine (für mich) neue Funktion aus. Zum Weiterlesen auf "weitere Informationen" klicken. Ist das besser so oder soll ich die Posts wieder so "man sieht gleich alles" lassen wie vorher?

Donnerstag, 31. Oktober 2013

Ein sonniger Sonntag

Am Sonntag bin ich zu strahlendem Sonnenschein aufgewacht. (Wie war das noch gleich mit dem Taifun?) Eigentlich wollte ich nur in die Mall, aber dann dachte ich mir, ich sollte das tolle Wetter nutzen, um ein bisschen Kultur zu sehen. Der Kaiserpalast ist etwa 1,5-1,8km gerade die Straße hinunter vom Hotel.

Je mehr ich mich dem Imperial Palace näherte, desto mehr Jogger begegneten mir. Es gibt eine 5km lange Laufstrecke (Karte) um den Palastgarten, auf der heute auch noch ein Marathon stattfand. Es war viel los. Mir war es zu viel. Wie im Central Park, NY fand ich, dass die Jogger irgendwie Hektik in die ruhige, idyllische Umgebung brachten. Ich entschloss mich also, den Palast lieber mal an einem schönen Samstag aufzusuchen und ging zur nächsten UBahn-Station, um zur Mall zu fahren. So langsam durchblicke ich das UBahn-Netz immer besser und wenn man nicht in Eile ist, bleibt auch immer genug Zeit zur Orientierung.

In der Mall irrte ich zunächst auf der Suche nach dem Disney Store etwas umher. Doch letztendlich fand ich ihn und die retail therapy endete mit einer gefüllten Einkauftstüte. Man wird hier an der Kasse immer gefragt, ob das gekaufte ein Geschenk sein soll. Sie würden es dann gleich hübsch einpacken. Japaner lieben Geschenke. Wobei hier die Verpackung teilweise wichtiger ist als das Geschenkte selbst (könnte mir nicht passieren :x).
I didn't know Monchhichi are from Japan

Lange blieb ich nicht in der Mall, sodass ich mich auf den Rückweg zum Hotel machte. Die Mall ist eine Haltestelle von der Arbeitshaltestelle entfernt, sodass ich bis dort hin laufen wollte. Am UBahn-Zugang angekommen, wollte ich noch einen Cache suchen (wenn ich zu Fuß unterwegs bin, nehme ich zur Orientierung immer die Geocaching-Karte, da ich hier eine Offline-Map zur Verfügung habe). Und wie so oft, ohne Cache wäre mir dieser Ort nicht aufgefallen.

On the way to Gokokuji Station
Ich befand mich nun auf dem Gelände eines Buddhistischen Tempels. Ich würde ihn ohne Zögern als Highlight meiner ersten Woche bezeichnen. Im Eingangsbereich setzte ich mich zunächst auf eine Bank neben einen Vater mit 2 Kindern, die gerade die großen Kois im Wasser fütterten. Die Kinder schauten mich mit großen Augen an und sagten "konnichi wa". Ich antwortete dasselbe, dann schmissen sie wieder Toast ins Wasser und freuten sich wenn die Fische es schnappten. Ich schaute noch eine Weile zu und ging dann weiter. (Cache gesucht und gefunden). Dann ging ich eine große Treppe hinauf zu einem weiteren Eingangstor, das zum Temple führte. Wir waren mitten in Tokyo und es war so ruhig hier. Und alles war schön angelegt. Man sah hier und da mal einen Mönch oder andere Touris, aber keine Spur von Großstadttrubel. Und das bei weiterhin strahlendem Sonnenschein. Die Bilder können das alles gar nicht so gut wiedergeben.

Entrance to the temple areaLots of big koi fish in a pond

Monk on the way to the temple

Buddhist templeBuddhist temple, again

Samstag Abend in Shinjuku

Nachdem am Samstag gegen 16 Uhr (eine halbe Stunde vor Einbruch der Dunkelheit) doch tatsächlich noch die Sonne rauskam, wollte ich noch nach Shinjuku. Ich wollte in der Nähe bleiben, sodass ich, falls doch noch ein Taifun kommen würde, zu Fuß wieder zum Hotel konnte und nicht irgendwo feststecke. Shinjuku Station, der geschäftigste Bahnhof Tokyos ist etwa 3km westlich vom Hotel.

Es war unglaublich voll und viel los. Highlight war ein Buchladen, der eine ganze Etage Foreign Books hat und sogar die Sparks-Bücher in der Auflage, die ich sammel. Yay! So konnte ich hier noch meine Sammlung erweitern :-)

Huge Forever 21 storeFunny building next to H&M

Shopping street at Shinjuku StationSide street near Shinjuku station with lots of international restaurants

Foreign Books floor - great selection

Meine ersten Caches in Japan

Am Freitag habe ich meinen ersten Japanischen Cache gefunden. Bereits am Dienstag war ich - leider ohne Erfolg - an drei Stück vorbeigekommen. Das war ziemlich frustrierend. Bisher haben alle, die ich gesehen habe, eine Englische Beschreibung und fast immer gibt es einen Hinweis, der die Suche meist deutlich erleichtert.

Am Freitag ging ich nach Feierabend auf Nebenstraßen zur UBahnstation. Da ich davon ausging, am Wochenende eher nicht vor die Tür zu können, wollte ich doch heute noch einmal mein Glück versuchen, den ersten Fund in Japan zu loggen. Ein kleiner Umweg führte dann eine Straße bergauf, die zu einer Universität führen sollte. Die Dose war dieses Mal leicht zu finden und so konnte ich mich über meinen ersten Fund in Japan freuen.

Street the geocache was onFound it :-)
Am Samstag hörte am Nachmittag der Regen auf, sodass ich nach Shinjuku lief. Ich lief wieder über Nebenstraßen, parallel zur Hauptstrasse, denn die gefallen mir einfach viel besser. Es ist nicht so laut, voll und viel Trubel. Außerdem gibt es hier viel mehr zu sehen. Immer mal wieder läuft man an einem Schrein vorbei oder sieht interessante Wohnhäuser.

Spear hiding spotSpear <3

So konnte ich am Samstag noch ein paar weitere Funde verbuchen und feststellen, dass japanische Dosen gerne auch mal kitschig und/oder farbenfroh sind.

Colorful geocaching containers

Nach dem Misserfolg am Dienstag, konnte ich seitdem eigentlich fast alles finden.

Samstag, 26. Oktober 2013

Erdbeben der Stärke 7,3

Wenn ich erzählte, dass ich nach Japan gehen werden, hörte ich normalerweise 3 Dinge: Strahlen, volle UBahnen und Erdbeben. Was wurden mir nicht vor Abflug alles an "Statistiken" zur Beruhigung geboten - da war doch gerade ein heftiger Typhoon, da war doch gerade ein Erdbeben, da war doch gerade ein Tsnuami. Das ist unwahrscheinlich, dass das so schnell wieder passiert, Japan ist erstmal nicht dran.

Letzte Nacht chattete ich gerade mit Nico, der mir bei ein paar HTML-Spielereien für den Blog half (Danke <3). Es war kurz vor 2 Uhr nachts, u.a. der JetLag und das Verarbeiten der vielen Eindrücke ließen mich immer noch nicht schlafen. Ich hatte gerade um kurz nach 2:00 Uhr den letzten bearbeiteten Eintrag gepostet und wollte dann dieses "Schlafen" ausprobieren als zunächst nur leicht das Bett wackelte. Erst dachte ich, ich bilde es mir ein, doch dann wurde es stärker und auch der Fernseher begann sich zu bewegen (der ist am Schrank festgeschraubt. Ich dachte nur, damit man ihn nicht woanders hinstellt, aber wohl eher damit er bei Erdbeben nicht umfällt...).
Nachdem klar war, das ich mir das nicht einbilde, dachte ich zunächst, der Typhoon sei nun in Tokyo angekommen und der Wind würde auf das Gebäude treffen. Dann fragte ich mich, warum das Haus soo instabil war, dass es bei ein bisschen Wind gleich zu wanken begann. Inzwischen war klar, dass es sich um ein Erdbeben handelte. Meldungen bei Twitter bestätigten das.

Das Erdbeben war 475km entfernt von Tokyo, draußen im Meer im 10km Tiefe, etwa auf Höhe Fukushimas, und wurde inzwischen auf 7,3 gestuft (das Erdbeben vor 2 Jahren hatte 9,0). Es war selbst in dieser Entfernung sehr deutlich zu spüren und ungewöhnlich lang. Im Fernsehen kamen Bilder von Überwachungskameras, die mit Timestamp das Wackeln aufzeichneten. Es war über eine ganze Minute lang. Eine lange Minute. Es war sehr beängstigend, weil es einfach nicht aufzuhören schien.
Liebe deutsche Journalisten - wenn ich lese "es war in Tokyo leicht zu spüren", denke ich mir WIE BITTE?! Wo war denn das leicht? Eine Minute lang hat ALLES gewackelt. In 500km Entfernung vom Epizentrum! Dass es in Deutschland nur "leicht" (bis gar nicht) gewackelt hat, is wohl klar.

Dass ich in 3,5 Monaten ein Erdbeben erleben würde, war sehr wahrscheinlich. Aber dass es gleich in der ersten Woche das stärkste seit dem Unglückserdbeben 2011 geben würde, war nicht abgemacht!
Dass ein Typhoon kommen sollte, ist ausgerechnet an diesem Wochenende doofes Timing. Aber dann noch ein Erdbeben und kurz darauf eine Tsnumaniwarnung? Ernsthaft? Was kommt denn als nächstes?
Fukushima wurde daraufhin evakuiert. Angeblich soll es keine Schäden gegeben haben, aber Tepco war in der Vergangenheit ja nicht immer gerade ehrlich mit seinen Aussagen zum Stand der Anlage, weshalb wohl erst die Meldungen der nächsten Tage zeigen werden, was wirklich passiert ist, und in wie weit sich der Regen des Typhoons auswirkt.
Die Wellen, die dann etwa ein bis eineinhalb Stunden später auf Fukushima trafen, wurden laut Japanischem TV mit 40cm gemessen. Es wurden Live-Bilder aus Fukushima gezeigt und eine Pressekonferenz - ebenfalls live, nachts um 4 Uhr - der Japanese Meteorological Agency (Wetterbehörde) gehalten. Ich verstand nur leider nichts. Bei den Tsnuamiwellen konnte ich lediglich Uhrzeit und Höhe erkennen.

Tsunami waves hitting FukushimaPress conference of Japanese Meteorological Agency at 4am

Ein paar Links:
Artikel bei ntv http://www.n-tv.de/panorama/Erbeben-bei-Fukushima-geht-wohl-glimpflich-aus-article11611901.html
Artikel bei ARD http://www.tagesschau.de/ausland/erdbeben652.html
Meldung bei der Japanischen Meteorological Agency http://www.jma.go.jp/en/quake/20131026021726393-260210.html


Da soll man wegen des Typhoons im Gebäude bleiben und dann wackelt dort alles. Rausgehen geht nicht, drinnen bleiben ist beängstigend. Inzwischen kommen Meldungen von möglichen Nachbeben. Ich habe nun Angst, dass es jeden Moment wieder wackelt. Wann geht der nächste Flieger zurück? :-( Ich vermisse dich.

:'-(


Sightseeing-Ausflug (4): Essen


Frühstück
So wirklich wach waren wir alle noch nicht als wir in Asakusa ankamen. Da alle so lange wie möglich geschlafen hatten, hatte noch keine von uns gefrühstückt. Langsam machte sich also Hunger breit. Sachi lief mit uns zu einem Cafe. Wir setzten uns an einen Tisch am Fenster in der oberen Etage. Die Bilder in der Karte ließen unsere Mägen knurren. Wir bestellten letztendlich - ganz typisch japanisch - Pancakes mit Butter und Syrup. Mit (neu gelernt) food baby ging es dann los zum Sightseeing.
Pancake breakfast

Fleischbällchen
Nach dem Tempelbesuch kamen wir an einem Laden vorbei, der etwas essbares verkaufte, das für mich aussah wie Falafel oder etwas zu groß geratene Köttbullar. Zunächst meinten die beiden, man solle es vermeiden, beim Essen dieser balls ins Innere zu schauen. Warum? Weil es sich um Octopus Balls handelte. Sie sind ein typischer Snack.

Octopus balls

Fischmarkt
Beim Bummeln in der Sky Tree Mall kamen wir zuerst in einen sehr großen Supermarkt. Dass selbst Jennifer beim Betreten "wow" sagte, zeigte mir, dass diese Größe unüblich ist. Bis dahin war meine "Liebe" zu sea food noch nicht zur Sprache gekommen. Als wir nun aber an den Theken mit Fischen, Oktopus, Tintenfisch, Shrimp und anderen Wassergesellen vorbeiliefen, outete ich mich als ich nicht in den "sooo yummy"-Kanon der beiden einstimmte. Seitdem wird mir zumindest nicht jedes mal beim Essen Shrimp als erstes empfohlen. Kleine Shrimp (ala Kinder-Schokobons: mit einem Haps sind sie im Mund) würde ich ja schon nochmal probieren, aber die Shrimp hier sind so groß wie Maiskolben. Das dauert noch ne Weile bis ich so weit bin (wahrscheinlich 3,5 Monate).
Eine kleine Auswahl der Fischtheke zeigen euch folgende Fotos. Der Hummer auf dem ersten Bild lebte übrigens...
Different kinds of fish and a living lobster(Parts of) Octopus can be bought at almost every grocery store it seems like

Spätes Mittag / Frühes Abendbrot
Mir wurden im Laufe des Tages mehrere Gerichte vorgestellt, deren Namen es mir sehr schwer fällt zu behalten. Sachi und Jennifer hatten mir von einem Gericht erzählt, wo man kalte Nudeln hat und diese dann in eine Soße taucht und dann isst. Das wollte ich probieren.

Auf der langen Liste der Restaurants fand Sachi eins, wo es das Gericht geben würde. An der Tür angekommen, entschieden wir uns dann aber für das Restaurant daneben, da man von dort einen tollen Ausblick hatte.

View from the restaurant

Nach einigem hin und her (und Shrimp-Empfehlungen), wollte ich "hot noodles topped with egg" nehmen, denn da hatte ich in dem Moment großen Appetit drauf. Aber ich war ja dort, um die kalten Nudeln zu probieren. Also wählte ich die kalten Nudeln mit Ente. Ich bekam eine Schüssel mit Ente und Zwiebeln in einer Brühe, ein Schälchen mit Wasabi und die kalten Nudeln. Ach ja, und Stäbchen.

Cold noodles and duck soup
Der große Stäbchenmoment war also gekommen: Ich bat Sachi, mir zu zeigen wie man sie richtig hält. Und siehe da, ich habe mich gar nicht sooo doof angestellt. Bereits beim 2. Versuch blieben die Nudeln zwischen den Stäbchen und ich konnte sie in die Brühe tauchen und dann essen. Es war lecker. Sachi freute sich jedes Mal wenn ich die Nudeln sicher mit den Stäbchen aufnahm. Sie hatte mir zwischendurch auch angeboten, mir eine Gabel kommen zu lassen, aber ich habe bis zum Schluss mit Stäbchen gegessen.
Das Fleisch in der Suppe hat auch geschmeckt, allerdings war noch Schwarte und Haut dran, was mir weniger zusagte. Dann hab ich mich auch noch mit der Brühe bekleckert und hatte für den Rest des Tages einen Fleck auf meiner Lieblingshose. Ich hoffe, der geht wieder raus.
Alles in allem fand ich es aber ein gelungenes Experiment. Und ich habe jetzt keine Angst mehr, zu verhungern, weil ich keine einzige Nudel gegriffen kriege :-)

Käse-Eis
Ziemlich satt von der großen Mahlzeit gingen wir wieder auf Shop-Ebene. Sachi ging zu einem Laden, wo es anscheinend Softeis gab. Sie erklärte uns, dass es Käsegeschmack hat. Jennifer und ich schauten uns skeptisch an. Das soll schmecken? Sachi ließ uns probieren - und siehe da. Kurz darauf hielten wir jeder ein Eis in den Händen. Die Portionen waren ziemlich groß (für 500 Yen immerhin etwas), sodass wir jetzt erst recht voll waren. So begann und endete der Tag mit einem food-baby-Bauch.

Cheese-flavored ice cream

Sightseeing-Ausflug (3): Shoppen

Da wir nun in der Mall waren, gingen wir ein bisschen shoppen. Es gibt so viele kitschige Sachen, aber eben auch so herrlich kitschig. Insbesondere Cartoon-Charaktere erfreuen sich in jeglicher Form großer Beliebtheit.

Mumins (engl. Moomins)
Ich dachte ja, ich hatte mich in Helsinki von den Mumins verabschiedet, aber auch hier in Japan erfreuen sie sich größter Beliebtheit. Hier hatten sie sogar ein ganzes Cafe. Auch andere ausländische Figuren sind vielseitig vertreten, insbesondere Disney und Peanuts.
Me in front of moomin cafe advertisement

Apropos Disney
Warum hat mir eigentlich vorher niemand gesagt, dass es hier in JEDEM (na ja, gut, fast jedem) Laden Disney-Klimbim gibt?! Nachdem ich auf einem Lageplan die Worte "Disney Store" entdeckt hatte, war das nächste Ziel klar. Die Plüschtiere sehen irgendwie ein bisschen anders aus (siehe Foto), aber es gibt einfach SOOO VIELE verschiedene Merchandise-Artikel von allen möglichen Charakteren. Doch auch in anderen Läden gab es weitere Schätze. So konnte ich wohl froh sein, (noch) kein iPhone 5 zu haben. Ich hätte jetzt eine neue Hülle. Die waren echt schön (meiner Meinung nach). Es gab SEHR kitschige, aber auch sehr schön gemachte Disney-Artikel. In Ikeburo soll es sogar 2 Disney Stores geben. ZWEI! Hier werde ich vor Abflug definitiv noch so manchen Yen lassen.


Display window of Disney storePretty iPhone 5 Disney cases

Rilakkuma
Kaum in der Mall angekommen, standen wir vor einem Rilakkuma-Laden. Der Name kam mir bekannt vor, da ich von Julia mal einen Notizblock von dieser Marke bekommen hatte. Es stellte sich heraus, dass es eine japanische Firma ist und alle ganz verückt danach sind. Es gab aber auch wirklich das süßeste Zeug. Nach den Mumins in Helsinki war hier bereits das zweite Mal in dieser Woche die Versuchung groß, ein Plüschtier zu kaufen. Man sollte meinen, ich sei aus dem Alter raus, aber die sind SO SÜß!
Der Versuchung, ein paar Socken zu kaufen, konnte, nein, musste ich widerstehen, denn es gab keine in meiner Größe :-( Die größten entsprachen einer US 7, ich trage 9.


Rilakkuma storeI am as tall as the Tokyo Skytree

Hello Kitty
In der gesamten Mall gab es immer wieder spezielle Skytree Souvenirs. Ob bei Rilakkuma, in anderen Läden oder eben auch bei Hello Kitty. Na, wer hat sie schon vermisst? Die darf hier natürlich nicht fehlen. Zum Glück kann ich mich in dem Laden aufhalten, ohne alles in den Korb packen zu wollen.
Hello Kitty storeTokyo Skytree Hello Kitty souvenir

In Plastik gehüllte Papiertragetüten
Als ich in einem Laden etwas kaufte, bekam ich an der Kasse meine Errungenschaften in eine Papiertüte gelegt. Das fand ich an sich nicht ungewöhnlich. Stutzig wurde ich erst als die Kassiererin nun noch eine durchsichtige, kleine Plastiktüte hervorzog. Diese stülpte sie dann über die Papiertüte. Sie hatte sogar ein Loch, durch das die Henkel gezogen werden konnten. Der perfekte Regenschutz für mein kleines Papiertütchen. Vielleicht sollte ich mir keine Sorgen mehr über die Typhoons machen wenn hier sogar Einkaufstüten regensicher gemacht werden?!

World Beer Museum
Auf dem Weg zum Restaurant für ein spätes Mittag kamen wir an diesem Biermuseum vorbei. Neben dem ganzen Bier war es ein Restaurant. Ich kann mich erinnern, Jever und Erdinger gesehen zu haben, sowie weitere deutsche Biere, die ich nicht kannte. Die Bedienung trug einen riesigen blau-weißen Hut. Oktoberfest made in Japan.