Ueno Park - Begleitservice
In einer Xing-Gruppe (die Informationsmöglichkeiten sind vielfältig ;-)) erhielt ich den Tip, einen der Guide Services (auf deutsch wohl als Begleitservice zu übersetzen) in Anspruch zu nehmen. Es handelte sich hierbei um Freiwillige, die in bestimmten Gebieten Tokyos (u.a. auch Shibuya), geführte Touren anbieten. Über den SSG kann man sich an 3 Tagen der Woche jeweils zu zwei bestimmten Uhrzeiten zu so einer Tour anmelden. (Link)
Ich hatte mich in der Uhrzeit verguckt, sodass Manuel und ich uns zu früh trafen, aber so bei herrlichem Sonnenschein vor dem Anmeldegebäude warteten und die Zeit nutzen konnten, zu erzählen, wie wir nach Japan kamen.
Um 10:30 Uhr begann dann unsere Führung. Unser Guide war ein älterer Mann, der uns erzählte, dass er früher Banker war. Sein Englisch war eigentlich ganz ok - nur, wenn er viele japanische Worte einbaute, wurde er für mich schwer zu verstehen.
Wir gingen letztendlich 2h durch den Ueno Park. Die Tour hatte Vor- und Nachteile. Man bekam das wichtigste zu sehen und auch kleine Informationen, die man auf keinem (englischen) Hinweisschild hätte entdecken können. Weniger gut fand ich, dass es ziemlich lang war und einige Informationen den Nationalstolz der Japaner ausdrückten, aber für mich persönlich weniger interessant waren. Aber das gehört eben dazu ;-) Manchmal war der gute Herr schwer zu verstehen, wobei er sich Mühe gab - wenn er merkte, dass wir nicht verstanden, zückte er sein Büchlein und malte auf, worauf er uns hinweisen wollte (z.B. das Chrysanthemen-Siegel an einem der Eingangstore).
Wir besuchten auch einige Shrines und Tempel auf dem Parkgelände. Der Guide demonstrierte uns wie man betet und bat uns, es doch auch einmal zu versuchen. Gut, kann man ja mal machen. Man nimmt ein Geldstück, wirft es in den dafür vorgesehenen Kasten, schüttelt dann die darauf liegende Rassel. Dann verbeugt man sich 2x, klatscht 2x in die Hände und verbeugt sich erneut 1x.
An diesem Shrine stand zudem eine Anleitung auf Englisch. An anderen Anlagen war keine Rassel (dies war das erste Mal, dass ich eine sah), oder es hing ein Seil, das man schwingen und einen Gong erzeugen konnte, oder man durfte nicht klatschen. Manchmal stand es auf englisch, aber eher selten. Woher wusste man als Ausländer also, wie man sich korrekt verhielt, sofern man denn beten wollte?
Dazu kommt noch, dass jeder Shrine typisch für etwas war. Einer für Gesundheit, ein anderer für das Wohl der Familie, usw. Der letzte Shrine, den wir besuchten, stand für „grant a child and easy delivery“ (Erfüllung des Kinderwunsches und unkomplizierter Geburt). Besonders Frauen, die auf baldige Schwangerschaft hofften, würden hier also beten. Er signalisierte mir mehrmals, dort doch meine erlangten Gebetskenntnisse anzuwenden (aber hier bitte nicht klatschen). Ich fand das unangebracht von ihm.
Am Ende unseres Rundganges begleitete der Guide uns noch bis zum Metro-Eingang, denn wir hatten ihm erzählt, dass wir danach nach Asakusa wollten, etwa 2km entfernt. Wir wollten nicht unhöflich sein, aber mussten ihm dann doch mitteilen, dass wir zu Fuß gehen wollten nachdem er uns bis vor die Schranken der Metro brachte und wartete bis wir hindurchgingen. Es war lieb gemeint, uns wirklich bis vor die richtige Bahn zu bringen, aber für uns gar nicht nötig. Aber gut… wir verabschiedeten uns nochmals und gingen zu Fuß weiter.
| Science Museum | Statue of Prince Komatsu |
| Rinnoji Temple | Rinnoji Temple |
| Dragon at Rinnoji Temple | Still at Rinnoji Temple |
| Five story pagoda | At another shrine |
| Shrine is under construction - so much gold | How to pray at this shrine |
| Little house to honor Buddha | This face used to be attached to a big Buddha but only the face is left |
| And yet another shrine | Red gates leading to shrine |
| One more shrine | Look thru to see another beautiful building |
| Statue of Takamori Saigo | Tomb site of Shogi-Tai soldiers |
Asakusa
Ich hatte etwas Probleme, das Shrine-Gelände zu finden, da ich dachte, dass wir auf das Haupttor zuliefen. Stattdessen bewegten wir uns jedoch scheinbar parallel zur Nakamise-Einkaufsstraße und kamen am Hauptschrein raus. Da ich damals mit Sachi und Jennifer nicht das gesamte Gelände erkundet hatte, gab es auch für mich viel neues zu entdecken. Es war am Wochenende deutlich voller als damals am Donnerstag. Aber dafür schien diesmal die Sonne und die einzigen Schirme, die man sah, waren gegen Sonne und nicht Regen.
| Buy a little altar for home | Cup cup hooray |
Was mir beim letzten Mal auch komplett entgangen war – man kann von Asakusa den SkyTree sehen. Wow, es war damals wohl wirklich sehr neblig. Die Sightseeingreise ging also weiter zum SkyTree. Die Orientierung fiel nicht schwer – immer Richtung Turm. Es ging wieder zu Fuß los. Wenn man nur Bahn fährt, entgehen einem die Eindrücke, die man am Straßenrand gewinnt.
| Main shrine at Asakusa | Big lantern at the main shrine |
| Skytree can be seen all the way from Asakusa | Five story pagoda at Asakusa |
| One of the gates | Nakamise |
SkyTree
Am Skytree war richtig viel los. Durch das drunterliegende Einkaufszentrum war gut besucht. Auf der Terasse gab es sogar einen kleinen Weihnachtsmarkt. Bei strahlendem Sonnenschein hätten wir also Glühwein, Suppe, Laugenbrezel und Co kaufen können. Ein Becher Glühwein kostete auch nur schnäppchenhafte 700 Yen.
| Clear sky(tree) | Skytree - not foggy today |
| Little christmas market |
Kaiserpalast
Genug vom Trubel beschlossen wir, noch zu versuchen, in den Kaiserpalastgarten zu kommen. Ich wusste nicht genau, wann er schließt und hatte gehofft, dass man noch bis etwa eine halbe Stunde vor Schluss hinein gelassen würde. Dem war leider nicht so, wir standen vor verschlossenen Toren. Also schlenderten wir zum Wasserpark, der Allee mit schönem Blick auf die Tokyo Station und letztendlich zum Bahnhof selbst. Zuvor jedoch mit einem Abstecher auf eine Terasse, von der man einen tollen Blick über die Station hatte und ich das erste Mal einen Shinkansen sah.
v
| One of the gates to Imperial Palace | Outside of Edo Castle |
| At the waterpark again | Wide pedestrian street leading to Tokyo Station |
Tokyo Station
Inzwischen hatten wir Hunger. Es hatte sich nicht ergeben, vorher etwas zu essen oder die Schlangen waren zu lang. Wir beschlossen, unser Glück in der Kitchen Street (Küchenstraße) der Tokyo Station zu versuchen. So studierten wir einige Speisekarten und entschlossen uns für ein kleines Lokal, wo wir beide was auf der Karte finden würden.
Bei mir gab es Nudelsuppe mit barbecued Bacon. Mir bereiteten die Stäbchen diesmal etwas Probleme, so recht ließen sich die Nudeln nicht greifen, aber ich wurde satt. Zwischendurch wurde es etwas schärfer, aber es war auszuhalten. Also insgesamt recht lecker.
| Noodle soup with barbecued bacon |
Disney-Weihnachtsbaum
Ich fand dann noch die 5th Ave Tokios, die ich am Vortag nicht fand. Durch einen Cache fand ich dann auch noch einen weiteren Disney-Weihnachtsbaum. Die sind überall in der Stadt (und auch Yokohama) verteilt und wunderschön geschmückt. Dieser hier war die Winnie Pooh Edition.
| Tokyo's 5th Ave | Winnie Pooh christmas tree |
Und so neigte sich dieser schöne Tag dem Ende zu. Ich liebe dich :-)
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