Donnerstag, 23. Januar 2014

Illumination Event: Tokyo Station

Auf der Suche nach etwas, das man nach Feierabend unternehmen kann, stießen wir auf Werbung für ein Illumination Event. Die Christmas Illuminations (Weihnachtsbeleuchtung) waren überall in der Stadt verteilt. Zwischen den Feiertagen gab es an der Tokyo Station jedoch ein besonderes Event. Wir fuhren am 26. Dezember nach Feierabend in Richtung Tokyo Station.


Es nannte sich "Illumination Event: Tokyo Michiterasu 2013" und fand auf der Straße zwischen Kaiserpalast und der Tokyo Station statt. Diese Straße ist eh eine breite Fußgängerzone. Hier wurde ein Gleis aufgebaut, auf dem in gewissen Abständen Räder montiert waren. Die Gleise und Räder waren mit wechselnden Farben beleuchtet und manchmal stieg Rauch neben den Gleisen empor. Irgendwie unspektakulär, aber die Japaner waren ganz verzaubert und fotografierten die Gleise hoch und runter. Der Grund für das Spektakel erschließt sich auf der Eventwebsite: "It embodies the hope to pass on the history of Tokyo Station into the future, and deliver from the Marunouchi district a light of hope to the world and a spark of energy to Japan." (grob: Es verkörpert die Hoffnung, die Vergangenheit der Tokyo Station an die Zukunft zu übergeben, und vom Marunouchi Viertel einen Hoffnungsschimmer in die Welt und einen Funken Energie nach Japan zu tragen.")

Marunouchi districtTokyo's 5th Avenue

Bemerkenswert (nicht unbedingt im positiven Sinne) war mal wieder die Organisation drum herum. Es ist mir bereits bei Tempeln und Parks aufgefallen, dass es manchmal eine Routenführung gibt, die zwar nicht zwingend eine Einbahnstraße sein muss, aber als solche gedacht ist. Indem man an einem bestimmten Eingangspunkt beginnt, wird man so entlang geführt, dass man auch alles sehen kann. Das heißt nicht, dass man nicht auch mal links und rechts entlang des Weges abbiegen kann, aber so wird garantiert, dass jeder alles sehen kann.
Hier fand ich es jedoch unglaublich verwirrend. Mit Bändern wurden Straßen abgesperrt und wenn Ampeln grün wurden wieder geöffnet. Es standen gefühlte hundert Helfer herum, die einen in eine bestimmte Richtung lotsten. Als wir nach der Hälfte der Runde (die andere Hälfte war eigentlich identisch, sodass wir sie uns sparten) in Richtung Tokyo Station gehen wollten, gestaltete sich das in Anbetracht der vielen Bänder als kleine Herausforderung, die wir letztendlich meisterten.

Railway of LightThe railway leading straight to Tokyo Station

Was sich als eigentliches Highlight des Abends herausstellte, war eine weiße heiße Schokolade. Nach dem Besuch der Dachterasse auf einem Nebengebäude der Station kehrten wir im Erdgeschoss in einem kleinen Cafe ein: Mary' Cafe. Ich bestellte eine weiße heiße Schokolade. Wir bekamen zu unseren Getränken jeder eine kleine Praline, die lecker war. Die Schokolade stellte sich als unglaublich lecker heraus, wahrscheinlich die beste heiße Schokolade, die ich hier in Japan bisher hatte. Und vielleicht sogar die beste weiße Schokolade, die ich jemals getrunken habe? Ich würde gerne noch einmal in das Cafe, aber habe es bisher nicht geschafft. Mal schauen, ob ich noch dazu komme. Schön wär's...
Tokyo Station - view from roof gardenView from roof garden towards railway of light

Best hot chocolate (left) ever

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen