Donnerstag, 23. Januar 2014

Weihnachtliches Yokohama

Da in Yokohama noch bis zum 25. Dezember Weihnachtsmarkt sein würde, verschlug es uns am Montag, 23. Dezember, in Tokyos Nachbarstadt. Ich hatte heute frei, da der Japanische Kaiser am 23. Dezember Geburtstag hat und dieser Tag ein Nationalfeiertag ist.

Da wir größtenteils die gleiche Runde gingen, die ich damals mit Manuel gelaufen war, gibt es nicht sooo viele Neuigkeiten. Obwohl es eigentlich schon am Anfang einen Unterschied gab: Wir stiegen eine Station weiter aus und begannen unsere Reise am Yokohama Stadium. Vor allem Kinder-Baseball-Teams waren viele unterwegs. Hier schien eine Veranstaltung zu sein.

Yokohama StadiumPark near the stadium

Vom Stadium liefen wir Richtung China Town, das nicht weit weg war. Da ich innerhalb von Chinatown kaum Orientierung hatte, sah ich mal Ecken, die mir bekannt vor kamen, aber auch ganz viel neues.

One of the entrance gates to China TownStill pretty

Und ich war an dem Tag mutig!! Ich habe einen Chinese Dumpling gekauft und probiert! Teilweise verkaufen Stände sie mit unterschiedlichen Füllungen, teilweise gibt es nur eine Füllung, die wohl die "typische" ist. Ich fragte die Verkäuferin, ob Fleisch (und kein Fisch) enthalten sei und sie nickte. Das klingt doch schonmal gut. Für 300 Yen hielt ich nun also diesen Teigbeutel mit Füllung in den Händen... und biss ab. Da der Teigmantel so dick war, hatte ich beim ersten Bissen nur Teig im Mund. Der war ziemlich geschmackslos, kann wohl mit einem weichen Hefekloß verglichen werden. Dann kam endlich die Füllung zum Vorschein. Es ist eine Mischung aus Fleisch und Kohl, glaube ich. Vielleicht auch noch weiteres Gemüse. Es war alles so klein gehechselt, dass man es nicht wirklich identifizieren konnte. Aber es hat geschmeckt! Da wir früh in China Town waren, war es nicht so voll wie bei meinem ersten Besuch. Das war angenehm. Wir schlenderten durch die Hauptstraßen und Seitengassen des Viertels und entdeckten so das kleine China inmitten Japan.

Buying the Chinese dumplingBefore taking the first bite - feeling brave

Inside of the dumpling
Nachdem wir China Town verließen, ging unser "Wandertag" weiter in Richtung Wasser. Wir gingen entlang der Bucht den ganzen Weg zurück zu der Station, an der ich bei meinem letzten Besuch ein-/ausgestiegen war. Von dort fuhren wir am Abend auch wieder zurück nach Tokyo.

Entlang des Hafens machten wir drei große Stops: Bei einem Museumsschiff, beim Fährterminal und bei den Red Brick Warehouses, wo ein Weihnachtsmarkt stattfand.

Während ich in einem kleinen Souvenirshop verschwandt, wollte Gerd sich das Schiff anschauen, das nebenan lag. Als ich fertig war, stellte ich fest, dass er sich das Schiff nicht nur von außen, sondern auch von innen ansah. Alleine wäre ich hier wahrscheinlich nie reingegangen, aber es stellte sich als sehr interessant heraus. Das Schiff zeigte, wie man damals in der 1., 2. und 3. Klasse reiste. Es gab unglaublich luxuriös eingerichtete Kabinen und es gab 6er Zimmer mit Doppelstockbetten... Man konnte alle Etagen des Schiffes - von Kapitänskabine bis Motorraum - besichtigen. Von Deck hatte man außerdem einen tollen Ausblick auf das Hafengebiet incl. dem Fährterminal nebenan, wo gerade ein großer Brummer lag.

This reminded me of Rostock


First class cabinView to the ferry terminal

Looks like a pirate shipView towards the bay

Captain's cabinLet's go full speed

On deckBig chimney

Seagulls s(h)itting on the chainWorking hard at keeping the ship running

Up there we were!

Nach dem Schiff sahen wir uns diesen Koloss mal aus der Nähe an. Leider verdeckte die Fähre die Sicht auf die Red Brick Warehouses, aber am Ende des langen Steges hatten wir dennoch eine gute Aussicht.
Im Terminal spielte gerade ein Band. Als sie zu "I love you baby, and if it’s quite all right, I need you baby, to warm my lonely night, I love you baby, trust in me when I say" hin und her wippten, wackelte der Boden ganz schön. Und seitdem habe ich das Lied ständig als Ohrwurm...

Band playing Frankie Valli's I love you babyYokohama landmark tower

Rainbow bridgeMe in front of a ferry

Was mir in den Läden in Yokohama aufgefallen war, waren Souvenirs von einem Mädchen in roten Schuhen. Ich googelte Zuhause, was es damit auf sich hatte und and heraus, dass es sich um ein Kinderlied handelte, in dem es um dieses Mädchen geht. Und dass es im Park in Yokohama eine Statue dieses Mädchens gibt. Als wir sie eher zufällig fanden, musste natürlich ein Foto sein:
Little girl with red shoes
Bei den Red Brick Warehouses (Akarenga) angekommen, fanden wir einen beachtlichen kleinen Weihnachtsmarkt. In zwei Reihen standen Buden mit allerlei mehr oder weniger deutschem Essen und Getränken. Besonders die Glühweinstände erfreuten sich großer Beliebtheit. Nebenan war noch eine Eisfläche, auf der man Schlittschuhlaufen konnte. Das wollten wir zunächst auch tun, entschlossen uns dann aber zuerst etwas zu essen, mit der fatalen Folge, dann zu voll zum Schlittschuhlaufen zu sein.
Frohe WeihnachtenChristmas market

Katrins Flammkuchen

Wir aßen in einen Lokal in einem der Speicher. Ich hatte Spaghetti mit Bacon und "irgendwas grünem".
Late lunch - pasta with bacon and "something green"
Anschließend gingen wir weiter zum Minato Mirai und bestaunten das Riesenrad und die beleuchteten Gebäude, die im Dunkeln wieder einmal wunderschön aussahen. Auf einem der Plätze war gerade ein Event von Coca Cola - mal wieder mit einer riesig langen Schlange - nur für ein Foto vor einer Reklamewand?
Ferris wheel at sunsetCoca Cola promotion

Rainbow wheel

Langsam ganz schön fußlahm ging es am Abend wieder zurück nach Tokyo...

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