Dienstag, 22. Oktober 2013

Business Class, Teil 2 (Helsinki - Narita)


18:00 Uhr (17:00 Uhr Deutschland; Mitternacht Tokyo)
Goodies
Ich bin inzwischen im A340-300 auf dem Weg nach Narita. Als ich an meinem Sitz, 6C ankam, war ich erst einmal überfordert mit allem was da auf meinem Sitz lag. Wohin mit dem ganzen Zeug? Da war ein Kissen, Pantoffeln, ein Beutel (Was soll ich damit? Für die ausgezogenen Schuhe, stellte sich dann heraus), Hifi-Kopfhörer, ein kleines Päckchen mit Schlafmaske, Socken und Ohrstöpseln. Weitere Goodies wie Zahnbürste, Lotion, Rasierer, Deo, etc. kann man auf Anfrage zusätzlich bekommen. Eine Decke gab’s noch aus dem Overhead

My seat - though I ended up switching to the window seat

Sitzplatz wechsel dich
Während des Boardings wurde bereits wieder Champagner ausgeschenkt, doch ich habe mir nur einen O-Saft genommen. Der Champagner vom ersten Flug hat mich in der Lounge fast einschlafen lassen – noch einer und ich würde das Abendbrot nicht mehr erleben.
In der Business gibt es hier 3x 2 Plätze: 2 links, 2 in der Mitte und 2 rechts. Mein 6C-Sitz ist ein Gangplatz. Neben mir ist noch 6A (B gibt es nicht) am Fenster. Ich war ja schon gespannt, wer sich denn so neben mich setzen würde – die Antwort: niemand :-( Jetzt habe ich gar keinen, dem ich 11h auf die Nerven gehen kann… Die Stewardess meinte später, ich sei die einzige, die einen freien Platz neben sich hat. Auf der anderen Gangseite sitzt ein Japaner, der kaum English spricht. Er hat mich gerade gefragt „you like writing?“, weil ich so eifrig tippe. Auf mein bejahen hin machte er mit den Fingern ein „ok“-Zeichen und lächelte. Wir verstehen uns…
Da der Platz neben mir bis zum Start frei blieb, habe ich gefragt, ob ich nicht auf 6A umziehen kann, damit ich besser aus dem Fenster gucken kann. Als wir losflogen, ging in Helsinki bereits die Sonne unter. Das war eine schöne Aussicht. Ich habe mich nun ausgebreitet. Kissen und Decke, Handtasche, etc. liegen auf dem Nebensitz. Es ist ein himmelweiter Unterschied zur ersten Business Class. Ich glaube, ich werde hier sogar etwas schlafen können.

Sunset in Helsinki
Sunset in Helsinki
Sunset in Helsinki

So viele Knöpfe
Oh Gott, sind hier viele Tasten. Ich weiß gar nicht, wozu die alle da sind. Allein für den Sitz gibt es gefühlte 20. Genauso viele sind auf der Fernbedienung für das Entertainment. Richtig gehört, es gibt dieses Mal vernünftiges Entertainment. Während ich dies schreibe, läuft nebenbei The Heat, der neue Film mit Sandra Bullock und Melissa McCarthy.
Die sind soooo nett hier. Ich habe hier keine Steckdose am Platz gefunden (das wäre ja ein Weltuntergang). Also habe ich eine Stewardess gefragt. Da die Steckdosen wohl an jedem Sitz anders sind, hat sie mir suchen geholfen und auch gefunden. Ich kann also noch gaaaaanz viel schreiben.

Looking at the dinner and wine menu while watching The Heat
Essen
Man hat mir zu Beginn des Fluges ein 3-seitiges Menü und eine noch längere Weinkarte in die Hand gedrückt. Ich durfte aus 2 Vorspeisen und 3 Hauptgängen wählen.

Runde 1 – Amouse-bouche – blue cheese and fig
Ich hab’s mir immerhin mal angeschaut. Es war ein Cracker mit Käsekreme und Feige. Jaaaa, den Gang hab ich ausgelassen. Stattdessen hat sie mir Cashews angeboten. Die esse ich immerhin :-)
Inzwischen stehen auch ein Weißwein (und noch ein O-Saft) auf meinem Platz. Da ich die Abstellfläche ja nicht mit meinem unsichtbaren Nachbarn teilen muss, können da bequem meine 2 Gläser stehen (es gibt wieder Glasgläser und Metallbesteck).

Runde 2 – Garden Salad & Creamy Jerusalem artichoke and apple soup, served with warm bread
Der nächste Gang brauchte etwas mehr Platz. Die Stewardess brachte ein Tischtuch (ein Tischtuch!!) und stellte mir einen Teller mit Shrimp („nordic hand peeled shrimps and avocado puree“) vor meine Nase. Dass ich mir das nicht ausgesucht hatte, wusste ich aber ganz genau. Nach einem Blick auf ihren Zettel tauschte sie mein Tablett gegen Salat und Suppe. Die Suppe war sehr lecker. Davon hätte ich gerne noch Nachschlag genommen. Stattdessen kam aber kurz darauf der nächste Teller.


Runde 3 – Pan fried reindeeer fillet in game sauce, mushroom ravioli and fried creps
Die Alternativen waren Fisch oder Tortellini (chicken or pasta?). Das Fleisch war lecker (Weihnachten fällt dieses Jahr aus, da kann man auch Rudolph essen), der Rest ging so.

Runde 4 – Nachtisch
Zur Auswahl standen verschiedene Käsesorten und Häagen-Dazs-Eis. Ich glaube, ich brauche nicht erwähnen, was ich genommen habe?

Schlafen & Frühstück
Ich wollte erst noch The Lone Ranger gucken, aber habe nach 10min aufgegeben. Ich bin immer wieder eingenickt, doch so richtig schlafen konnte ich auch nicht. Diese etwas abschüssige Position des Sitzes im Schlafmodus war doch recht gewöhnungsbedürftig. Immerhin war die Decke so dick und lang, dass ich nicht gefroren habe – im Gegenteil, mir war ziemlich warm. Dann habe ich Rio angemacht, den kenne ich immerhin schon (Gruß an Susi!). Als ich dann auch noch mein eigenes kleines Kissen dazu nahm, konnte ich tatsächlich für ein paar Stunden schlafen. Als ich aufwachte, war Rio längst vorbei, der Monitor schwarz und das klimpern des Frühstückswagens weckte mich. In der Speisekarte stand, dass man auch später noch ein kleines Frühstück zu sich nehmen konnte, sodass ich mich nochmal umdrehte, die Schlafmaske nahm, denn inzwischen hatte man für’s Essen das Licht wieder angemacht, und nochmal eingenickt bin. Kurz vor der Landung habe ich dann noch ein Croissant und etwas Obst gegessen. Auf mehr hatte ich gar keinen Appetit.

Anflug auf Narita Airport (Arriving at Narita Airport)



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