18:00 Uhr (17:00 Uhr Deutschland; Mitternacht Tokyo)
Goodies
Ich bin inzwischen im A340-300 auf dem Weg nach Narita. Als
ich an meinem Sitz, 6C ankam, war ich erst einmal überfordert mit allem was da
auf meinem Sitz lag. Wohin mit dem ganzen Zeug? Da war ein Kissen, Pantoffeln,
ein Beutel (Was soll ich damit? Für die ausgezogenen Schuhe, stellte sich dann
heraus), Hifi-Kopfhörer, ein kleines Päckchen mit Schlafmaske, Socken und
Ohrstöpseln. Weitere Goodies wie Zahnbürste, Lotion, Rasierer, Deo, etc. kann
man auf Anfrage zusätzlich bekommen. Eine Decke gab’s noch aus dem Overhead
| My seat - though I ended up switching to the window seat |
Sitzplatz wechsel
dich
Während des Boardings wurde bereits wieder Champagner
ausgeschenkt, doch ich habe mir nur einen O-Saft genommen. Der Champagner vom
ersten Flug hat mich in der Lounge fast einschlafen lassen – noch einer und ich
würde das Abendbrot nicht mehr erleben.
In der Business gibt es hier 3x 2 Plätze: 2 links, 2 in der
Mitte und 2 rechts. Mein 6C-Sitz ist ein Gangplatz. Neben mir ist noch 6A (B
gibt es nicht) am Fenster. Ich war ja schon gespannt, wer sich denn so neben
mich setzen würde – die Antwort: niemand :-( Jetzt habe ich gar keinen, dem ich
11h auf die Nerven gehen kann… Die Stewardess meinte später, ich sei die
einzige, die einen freien Platz neben sich hat. Auf der anderen Gangseite sitzt
ein Japaner, der kaum English spricht. Er hat mich gerade gefragt „you like
writing?“, weil ich so eifrig tippe. Auf mein bejahen hin machte er mit den
Fingern ein „ok“-Zeichen und lächelte. Wir verstehen uns…
Da der Platz neben mir bis zum Start frei blieb, habe ich
gefragt, ob ich nicht auf 6A umziehen kann, damit ich besser aus dem Fenster
gucken kann. Als wir losflogen, ging in Helsinki bereits die Sonne unter. Das
war eine schöne Aussicht. Ich habe mich nun ausgebreitet. Kissen und Decke,
Handtasche, etc. liegen auf dem Nebensitz. Es ist ein himmelweiter Unterschied
zur ersten Business Class. Ich glaube, ich werde hier sogar etwas schlafen
können.
Sunset in Helsinki
Sunset in Helsinki
| Sunset in Helsinki |
| Sunset in Helsinki |
So viele Knöpfe
Oh Gott, sind hier viele Tasten. Ich weiß gar nicht, wozu
die alle da sind. Allein für den Sitz gibt es gefühlte 20. Genauso viele sind
auf der Fernbedienung für das Entertainment. Richtig gehört, es gibt dieses Mal
vernünftiges Entertainment. Während ich dies schreibe, läuft nebenbei The Heat,
der neue Film mit Sandra Bullock und Melissa McCarthy.
Die sind soooo nett hier. Ich habe hier keine Steckdose am
Platz gefunden (das wäre ja ein Weltuntergang). Also habe ich eine Stewardess
gefragt. Da die Steckdosen wohl an jedem Sitz anders sind, hat sie mir suchen
geholfen und auch gefunden. Ich kann also noch gaaaaanz viel schreiben.
| Looking at the dinner and wine menu while watching The Heat |
Essen
Man hat mir zu Beginn des Fluges ein 3-seitiges Menü und
eine noch längere Weinkarte in die Hand gedrückt. Ich durfte aus 2 Vorspeisen
und 3 Hauptgängen wählen.
Runde 1 – Amouse-bouche – blue cheese and fig
Ich hab’s mir immerhin mal angeschaut. Es war ein Cracker
mit Käsekreme und Feige. Jaaaa, den Gang hab ich ausgelassen. Stattdessen hat
sie mir Cashews angeboten. Die esse ich immerhin :-)
Inzwischen stehen auch ein Weißwein (und noch ein O-Saft)
auf meinem Platz. Da ich die Abstellfläche ja nicht mit meinem unsichtbaren
Nachbarn teilen muss, können da bequem meine 2 Gläser stehen (es gibt wieder
Glasgläser und Metallbesteck).
Runde 2 – Garden Salad & Creamy Jerusalem
artichoke and apple soup, served with warm bread
Der nächste Gang brauchte etwas mehr Platz. Die Stewardess
brachte ein Tischtuch (ein Tischtuch!!) und stellte mir einen Teller mit Shrimp
(„nordic hand peeled shrimps and avocado puree“) vor meine Nase. Dass ich mir
das nicht ausgesucht hatte, wusste ich aber ganz genau. Nach einem Blick auf
ihren Zettel tauschte sie mein Tablett gegen Salat und Suppe. Die Suppe war
sehr lecker. Davon hätte ich gerne noch Nachschlag genommen. Stattdessen kam
aber kurz darauf der nächste Teller.
Runde 3 – Pan fried reindeeer fillet in game sauce, mushroom ravioli and fried creps
Die Alternativen waren Fisch oder Tortellini (chicken or
pasta?). Das Fleisch war lecker (Weihnachten fällt dieses Jahr aus, da kann man
auch Rudolph essen), der Rest ging so.
Runde 4 – Nachtisch
Zur Auswahl standen verschiedene Käsesorten und Häagen-Dazs-Eis.
Ich glaube, ich brauche nicht erwähnen, was ich genommen habe?
Schlafen &
Frühstück
Ich wollte erst noch The Lone Ranger gucken, aber habe nach
10min aufgegeben. Ich bin immer wieder eingenickt, doch so richtig schlafen
konnte ich auch nicht. Diese etwas abschüssige Position des Sitzes im
Schlafmodus war doch recht gewöhnungsbedürftig. Immerhin war die Decke so dick
und lang, dass ich nicht gefroren habe – im Gegenteil, mir war ziemlich warm. Dann
habe ich Rio angemacht, den kenne ich immerhin schon (Gruß an Susi!). Als ich
dann auch noch mein eigenes kleines Kissen dazu nahm, konnte ich tatsächlich
für ein paar Stunden schlafen. Als ich aufwachte, war Rio längst vorbei, der
Monitor schwarz und das klimpern des Frühstückswagens weckte mich. In der
Speisekarte stand, dass man auch später noch ein kleines Frühstück zu sich
nehmen konnte, sodass ich mich nochmal umdrehte, die Schlafmaske nahm, denn
inzwischen hatte man für’s Essen das Licht wieder angemacht, und nochmal
eingenickt bin. Kurz vor der Landung habe ich dann noch ein Croissant und etwas
Obst gegessen. Auf mehr hatte ich gar keinen Appetit.
Anflug auf Narita Airport (Arriving at Narita Airport)
Anflug auf Narita Airport (Arriving at Narita Airport)
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