Samstag, 26. Oktober 2013

Sightseeing-Ausflug (4): Essen


Frühstück
So wirklich wach waren wir alle noch nicht als wir in Asakusa ankamen. Da alle so lange wie möglich geschlafen hatten, hatte noch keine von uns gefrühstückt. Langsam machte sich also Hunger breit. Sachi lief mit uns zu einem Cafe. Wir setzten uns an einen Tisch am Fenster in der oberen Etage. Die Bilder in der Karte ließen unsere Mägen knurren. Wir bestellten letztendlich - ganz typisch japanisch - Pancakes mit Butter und Syrup. Mit (neu gelernt) food baby ging es dann los zum Sightseeing.
Pancake breakfast

Fleischbällchen
Nach dem Tempelbesuch kamen wir an einem Laden vorbei, der etwas essbares verkaufte, das für mich aussah wie Falafel oder etwas zu groß geratene Köttbullar. Zunächst meinten die beiden, man solle es vermeiden, beim Essen dieser balls ins Innere zu schauen. Warum? Weil es sich um Octopus Balls handelte. Sie sind ein typischer Snack.

Octopus balls

Fischmarkt
Beim Bummeln in der Sky Tree Mall kamen wir zuerst in einen sehr großen Supermarkt. Dass selbst Jennifer beim Betreten "wow" sagte, zeigte mir, dass diese Größe unüblich ist. Bis dahin war meine "Liebe" zu sea food noch nicht zur Sprache gekommen. Als wir nun aber an den Theken mit Fischen, Oktopus, Tintenfisch, Shrimp und anderen Wassergesellen vorbeiliefen, outete ich mich als ich nicht in den "sooo yummy"-Kanon der beiden einstimmte. Seitdem wird mir zumindest nicht jedes mal beim Essen Shrimp als erstes empfohlen. Kleine Shrimp (ala Kinder-Schokobons: mit einem Haps sind sie im Mund) würde ich ja schon nochmal probieren, aber die Shrimp hier sind so groß wie Maiskolben. Das dauert noch ne Weile bis ich so weit bin (wahrscheinlich 3,5 Monate).
Eine kleine Auswahl der Fischtheke zeigen euch folgende Fotos. Der Hummer auf dem ersten Bild lebte übrigens...
Different kinds of fish and a living lobster(Parts of) Octopus can be bought at almost every grocery store it seems like

Spätes Mittag / Frühes Abendbrot
Mir wurden im Laufe des Tages mehrere Gerichte vorgestellt, deren Namen es mir sehr schwer fällt zu behalten. Sachi und Jennifer hatten mir von einem Gericht erzählt, wo man kalte Nudeln hat und diese dann in eine Soße taucht und dann isst. Das wollte ich probieren.

Auf der langen Liste der Restaurants fand Sachi eins, wo es das Gericht geben würde. An der Tür angekommen, entschieden wir uns dann aber für das Restaurant daneben, da man von dort einen tollen Ausblick hatte.

View from the restaurant

Nach einigem hin und her (und Shrimp-Empfehlungen), wollte ich "hot noodles topped with egg" nehmen, denn da hatte ich in dem Moment großen Appetit drauf. Aber ich war ja dort, um die kalten Nudeln zu probieren. Also wählte ich die kalten Nudeln mit Ente. Ich bekam eine Schüssel mit Ente und Zwiebeln in einer Brühe, ein Schälchen mit Wasabi und die kalten Nudeln. Ach ja, und Stäbchen.

Cold noodles and duck soup
Der große Stäbchenmoment war also gekommen: Ich bat Sachi, mir zu zeigen wie man sie richtig hält. Und siehe da, ich habe mich gar nicht sooo doof angestellt. Bereits beim 2. Versuch blieben die Nudeln zwischen den Stäbchen und ich konnte sie in die Brühe tauchen und dann essen. Es war lecker. Sachi freute sich jedes Mal wenn ich die Nudeln sicher mit den Stäbchen aufnahm. Sie hatte mir zwischendurch auch angeboten, mir eine Gabel kommen zu lassen, aber ich habe bis zum Schluss mit Stäbchen gegessen.
Das Fleisch in der Suppe hat auch geschmeckt, allerdings war noch Schwarte und Haut dran, was mir weniger zusagte. Dann hab ich mich auch noch mit der Brühe bekleckert und hatte für den Rest des Tages einen Fleck auf meiner Lieblingshose. Ich hoffe, der geht wieder raus.
Alles in allem fand ich es aber ein gelungenes Experiment. Und ich habe jetzt keine Angst mehr, zu verhungern, weil ich keine einzige Nudel gegriffen kriege :-)

Käse-Eis
Ziemlich satt von der großen Mahlzeit gingen wir wieder auf Shop-Ebene. Sachi ging zu einem Laden, wo es anscheinend Softeis gab. Sie erklärte uns, dass es Käsegeschmack hat. Jennifer und ich schauten uns skeptisch an. Das soll schmecken? Sachi ließ uns probieren - und siehe da. Kurz darauf hielten wir jeder ein Eis in den Händen. Die Portionen waren ziemlich groß (für 500 Yen immerhin etwas), sodass wir jetzt erst recht voll waren. So begann und endete der Tag mit einem food-baby-Bauch.

Cheese-flavored ice cream

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