Sachi hatte zum Mittag einen Tisch beim Italiener reserviert. Der Manager und die "administration ladies" kamen mit. Ich war froh, dass es zum Italiener ging. Pizza und Pasta esse ich ja grundsätzlich schonmal.
Wir liefen gefühlt ziemlich lange, wobei mir der Rückweg später deutlich kürzer vorkam. Da das Büro kürzlich umgezogen ist und sich nun nicht mehr in einer Office-area befindet, gibt es hier wohl nicht sooo viele Mittagsmöglichkeiten für einen schnellen Lunch. Das Restaurant war sehr nett und zur Mittagszeit gut besucht.
Wir bekamen zu Beginn alle ein Glas Wasser und ein feuchtes Tuch, mit denen man sich die Hände säuberte. Am Nachbartisch aßen die Gäste verschiedenste Gerichte, die ganz lecker aussahen. Da sah ich auch, dass sie mit Gabel und Löffel aßen. Es sah also so aus als hätte ich gute Chancen, nicht gleich am ersten Tag vor versammelter Mannschaft an Stäbchen zu verhungern.
Als Vorspeise gab es einen Salat mit verschiedenen grünen Salatsorten, ich glaube, Ei war noch dabei. Und einer Soße, von der ich keine Ahnung habe, was es war, aber sie war gut essbar. Ich habe alles aufgegessen. Dazu gab es noch warmes Brot, das in kleinen Körben auf dem Tisch verteilt wurde.
Und dann kam der Hauptgang... Es gab Pasta mit Tomaten und Austern. Ich hatte mir ja vorgenommen, dem Essen gegenüber offen zu sein, aber bei dem was da vor mir auf dem Teller lag, drehte sich bereits optisch der Magen um. Doch da waren ja die guten Vorsätze... Ich wollte mich also langsam vorarbeiten. Ich würde also erstmal ein paar Nudeln essen und dann eine Auster probieren. Mit Gabel und großem Löffel machte ich mich also an die Nudeln. Sie schmeckten nach Austern, waren die Nudeln wohl in deren Saft geschwenkt. Es hat mir nicht geschmeckt :-( Ich habe nach der Hälfte aufgegeben. Ich war nicht wirklich satt, aber ich habe einfach nichts mehr runter bekommen.
Es stellte sich heraus, dass der Manager keine Austern mochte, sodass er ein neues Gericht bekam. Ich wusste ja nicht, dass ich sie nicht mag und wollte probieren. Was ich nicht mehr geschafft habe, ist auf folgendem Foto:
| Lunch: Pasta with oysters |
Besserung war beim Nachtisch in Sicht. Auch dieser wurde fotografisch dokumentiert ;-) Es handelte sich um eine Kugel Eis mit Grüntee-Geschmack, etwas jelly-artigem (Wackelpudding) mit leichtem Blütengeschmack, und ich glaube Panna Cotta. Es war wirklich lecker.
| Dessert: green tea ice cream |
Zum Abschluss gab es noch Kaffee oder Tee. Es wurde in die Runde gefragt, wer was möchte. Ich war die einzige, die Tee nahm. Der kam dann auch als letztes. Als ich also noch mit der heißen Tasse kämpfte, hatten die anderen teilweise schon ausgetrunken. Auf ein paar japanische Worte hin, standen auf einmal fast alle auf und verließen das Restaurant. Jennifer und 2 weitere Kolleginnen waren noch da. Ich nahm noch ein paar Züge vom Tee und dann standen wir auch auf, meine Tasse noch fast voll. Ich habe keine Ahnung, was da los war. Jennifer entschuldigte sich, dass ich meinen Tee nicht mehr austrinken konnte.
Daifuku
Am Nachmittag bekam ich im Büro von einer Kollegin etwas geschenkt, das in Klarsichtfolie eingewickelt war. Es war squishy und für mich nicht zu erkennen, was es war. Die Kollegin bat dann Jennifer, mir zu erklären, um was es sich handelte. Und da ich euch das gar nicht so gut erklären kann, sage ich euch nur, dass es sich um Daifuku handelt. Da gibt es einen Wiki-Eintrag zu: http://de.wikipedia.org/wiki/Daifuku
Der äußere Teil hat mir geschmeckt, das Innere (rote-Bohnen-Mus), war nicht so meins. Die schwarzen Punkte auf dem Bild sind Adzukibohnen.
| Daifuku |
Nichts anderes war zu erwarten ;-) Anne wie sie leibt und lebt und vor allem isst bzw nicht isst! Ich warte übrigens auf einen Blogeintrag mit dem Titel "Das Süßigkeitenangebot Japans". Vor mir stehen gerade Schokoküsse, die erinnern mich sehr an Nürnberg :)
AntwortenLöschen