Donnerstag, 31. Oktober 2013

Ein sonniger Sonntag

Am Sonntag bin ich zu strahlendem Sonnenschein aufgewacht. (Wie war das noch gleich mit dem Taifun?) Eigentlich wollte ich nur in die Mall, aber dann dachte ich mir, ich sollte das tolle Wetter nutzen, um ein bisschen Kultur zu sehen. Der Kaiserpalast ist etwa 1,5-1,8km gerade die Straße hinunter vom Hotel.

Je mehr ich mich dem Imperial Palace näherte, desto mehr Jogger begegneten mir. Es gibt eine 5km lange Laufstrecke (Karte) um den Palastgarten, auf der heute auch noch ein Marathon stattfand. Es war viel los. Mir war es zu viel. Wie im Central Park, NY fand ich, dass die Jogger irgendwie Hektik in die ruhige, idyllische Umgebung brachten. Ich entschloss mich also, den Palast lieber mal an einem schönen Samstag aufzusuchen und ging zur nächsten UBahn-Station, um zur Mall zu fahren. So langsam durchblicke ich das UBahn-Netz immer besser und wenn man nicht in Eile ist, bleibt auch immer genug Zeit zur Orientierung.

In der Mall irrte ich zunächst auf der Suche nach dem Disney Store etwas umher. Doch letztendlich fand ich ihn und die retail therapy endete mit einer gefüllten Einkauftstüte. Man wird hier an der Kasse immer gefragt, ob das gekaufte ein Geschenk sein soll. Sie würden es dann gleich hübsch einpacken. Japaner lieben Geschenke. Wobei hier die Verpackung teilweise wichtiger ist als das Geschenkte selbst (könnte mir nicht passieren :x).
I didn't know Monchhichi are from Japan

Lange blieb ich nicht in der Mall, sodass ich mich auf den Rückweg zum Hotel machte. Die Mall ist eine Haltestelle von der Arbeitshaltestelle entfernt, sodass ich bis dort hin laufen wollte. Am UBahn-Zugang angekommen, wollte ich noch einen Cache suchen (wenn ich zu Fuß unterwegs bin, nehme ich zur Orientierung immer die Geocaching-Karte, da ich hier eine Offline-Map zur Verfügung habe). Und wie so oft, ohne Cache wäre mir dieser Ort nicht aufgefallen.

On the way to Gokokuji Station
Ich befand mich nun auf dem Gelände eines Buddhistischen Tempels. Ich würde ihn ohne Zögern als Highlight meiner ersten Woche bezeichnen. Im Eingangsbereich setzte ich mich zunächst auf eine Bank neben einen Vater mit 2 Kindern, die gerade die großen Kois im Wasser fütterten. Die Kinder schauten mich mit großen Augen an und sagten "konnichi wa". Ich antwortete dasselbe, dann schmissen sie wieder Toast ins Wasser und freuten sich wenn die Fische es schnappten. Ich schaute noch eine Weile zu und ging dann weiter. (Cache gesucht und gefunden). Dann ging ich eine große Treppe hinauf zu einem weiteren Eingangstor, das zum Temple führte. Wir waren mitten in Tokyo und es war so ruhig hier. Und alles war schön angelegt. Man sah hier und da mal einen Mönch oder andere Touris, aber keine Spur von Großstadttrubel. Und das bei weiterhin strahlendem Sonnenschein. Die Bilder können das alles gar nicht so gut wiedergeben.

Entrance to the temple areaLots of big koi fish in a pond

Monk on the way to the temple

Buddhist templeBuddhist temple, again

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