Mittwoch, 23. Oktober 2013

Unterkunft und erste Eindrücke

Ich habe inzwischen schon meinen ersten Arbeitstag hinter mir und es gibt ganz viel zu erzählen. Zuvor habe ich noch Bilder zu den bisherigen Einträgen hinzugefügt, also viel Spaß beim Anschauen. Außerdem hatte ich ja gestern auch noch einen halben Tag, den ich frei hatte, über den es zu berichten gilt.

Gegen Mittag kam ich also im Hotel an. Nach dem Einchecken war ich ziemlich überrascht, sah das Zimmer doch deutlich anders aus als auf dem Link, den ich geschickt bekam - eben um die Hälfte kleiner. Ich war erst einmal platt. Da ich aber noch die Bahnstation für den nächsten Tag aufsuchen wollte, ging ich noch zu einem Spaziergang raus. Da die Hotelkarte etwas irreführend war, lief ich zunächst in die falsche Richtung. ich weiß nicht, ob es draußen Schilder "Bahnstation - hier entlang" gibt, denn ich kann ja nichts lesen...

Room


So ging ich also ein ganzes Stück die Straße runter, drehte dann beim Fire Museum um. Eigentlich wollte ich am liebsten wieder zurück auf's Zimmer, denn es waren einfach zu viele Eindrücke für den Moment, aber es war ganz gut, dass ich doch noch die Bahn aufsuchte, denn ich brauchte eine knappe halbe Stunde um den Eingang zur Bahn zu finden. Inzwischen weiß ich, dass es mehrere Eingänge gibt, aber bei den anderen war für mich nicht ersichtlich, dass dort auch meine Bahnlinie fahren würde.

Hotel

View down the street from the hotel

Die Läden entlang der Straße waren allesamt recht klein. Es gab viele Convenient Stores (Family Mart ist eine Kette, die gefühlt ÜBERALL ist, so auch bei mir unten im Gebäude). Wer 7-11 aus den USA kennt, kann sich darunter etwas vorstellen. Für alle anderen: Deren Auswahl ist in etwa vergleichbar mit dem Sortiment, das man an einer Tankstelle bekommen würde: Getränke, einige Hygienertikel, ein paar Snacks, Süßigkeiten, schnell gemachte Gerichte, Sandwiches, etc.
Weiter gab es Unmengen an Restaurants. Es fiel mir schwer, zu erkennen, ob es sich um gehobene oder Schnellrestaurants handelt. Oft sind vor der Tür Bilder oder Modelle vom Essen ausgestellt. Es sah irgendwie alles nicht so appetitlich aus. In eigentlich jedem Fenster lag ein paniertes Etwas, das sich anhand der noch vorhandenen Schwanzflosse als Fisch identifizieren ließ. Manchmal waren alle Gerichte in Schalen, manchmal auf Tellern. Die Preise bewegten sich eigentlich immer unter 1.000 Yen (7,50 Euro). Nur ein Gericht (2 Fische, unpaniert, mit noch ein bisschen was drum herum) kostete über 1.000 Yen. Ich kann ja die Tage mal ein paar Fotos von solchen Schaufenstern machen.

Nach einer Weile war ich dann wieder im Hotel und habe mich so langsam eingerichtet. Ach ja, ich hatte gestern noch ein paar Herausforderungen: Ich wollte den Safe ausprobieren. Die Beschreibung war nur auf Japanisch und nur anhand der Bilder hatte ich eigentlich gedacht, es verstanden zu haben. Tja, so schloss ich also den Safe... aber das mit dem Öffnen funktionierte nicht. Also hielt ich auf dem Weg nach draußen an der Rezeption. Der nette Mann kam dann mit einem Schlüssel aufs Zimmer, um den Safe zu öffnen. Daraufhin fragte ich ihn, wie man den denn bedient. Und ernsthaft - er hat nichts anderes gemacht als ich auch. Nummer eingeben, auf "Lock" drehen. Nummer wieder eingeben, auf "Open" drehen. Nur ließ der Hebel sich bei mir nicht drehen. Jetzt traue ich dem Safe nicht mehr so richtig, aber hab insofern die Sicherheit, dass er dann doch irgendwie immer wieder zu öffnen geht.
Da der Mann nun schon da war, bat ich ihn, mir doch die Klimanlage zu erklären. Mir wurde nämlich langsam kalt, aber ich kam mit der Fernbedienung nicht klar. Sowohl die Digitalanzeige als auch die Knöpfe auf der Fernbedienung sind auf Japanisch. Den Aus-Knopf hatte ich inzwischen gefunden, aber alles andere?!?!? Bei der Gelegenheit ließ ich mir noch die Mikrowelle, Herdplatte (nicht, dass ich die dann nicht mehr aus kriege) und Waschmaschine erklären. Für einige Geräte (z.B. die Waschmaschine) liegen lange Anleitungen, auch mit mageren englischen Worten. Beim Rest kann ich höchstens die Zahlen lesen. Ich habe mal ein paar der Geräte fotografiert, damit ihr euch die Fragezeichen auf meiner Stirn besser vorstellen könnt:

Air Conditioner Remote

Microwave

Washer
Ich habe auch einen großen Fernseher, aber außer CNN kann ich eigentlich nichts schauen. Bis ich den Sender gefunden habe, hat es auch etwas gedauert - das Menü des Fernsehers ist natürlich auch auf Japanisch. In einer Schublade fand ich dann eine zweisprachige Bedienungsanleitung.

Als besonders kurios sind wohl noch die Toiletten hervorzuheben. Auf Arbeit gibt es ein ähnliches Exemplar. Es hat eine Weile gedauert bis ich die Spülung gefunden habe. Ich wollte auch nicht einfach alle Knöpfe ausprobieren, denn da gibt es auch Knöpfe für Bidet- und "Shower"-Funktionen.
Auf Arbeit gibt es sogar noch einen "Kasten" an der Wand, der Geräusche macht. Ich glaube, dass er durch einen Bewegungsmelder ausgelöst wird. Ich habe mich jedenfalls tierisch erschrocken als da auf einmal Lärm losging, der potenzielle Toilette-Geräusche übertönen sollte?
Toilet with lots of buttons

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