Sonntag, 3. November 2013

Meine kulinarische Woche

Was ich so auf Arbeit mache, hat in diesem Blog nichts zu suchen. Was ich aber so in den Mittagspausen treibe, ist da schon eher interessant ;-) Für alle, die Angst hatten, ich würde in Japan entweder an Sea Food ersticken, durch Stäbchen verhungern oder auch sonst ziemliche Probleme kriegen - ich kann euch beruhigen - die erste Woche lief erstaunlich gut und ich habe bereits ein Lieblingsrestaurant in der Nähe der Arbeit. Wenn ich da aber jeden Tag essen gehe (was ich problemlos könnte), komme ich wahrscheinlich 10kg schwerer wieder.

Ich probiere mal eine (für mich) neue Funktion aus. Zum Weiterlesen auf "weitere Informationen" klicken. Ist das besser so oder soll ich die Posts wieder so "man sieht gleich alles" lassen wie vorher?


Freitag, 25. Oktober - Pasta Jonathans
Am Freitag war ich mit Jennifer das erste Mal bei Jonathans. Es stellte sich heraus, dass es das Restaurant ist, das auch im Erdgeschoss des Hotels ist, bei dem ich (kostenlos) Frühstück essen kann. Das Restaurant ist im Stil eines American Diner gemacht. Die Speisekarte gab ziemlich viel Auswahl her, sodass es mir schwer fiel, mich zu entscheiden. Ich entschied mich jedoch für Pasta "American Style", weil ich da am Freitag Appetit drauf hatte. Aber ich habe mir noch diverse andere Gerichte ausgesucht für die nächsten Besuche :-) - eins davon könnt ihr auf der rechten Seite im linken Bild sehen.

The dish on the right is something that I want to order next timePasta "American style" (according to the menu)

Montag, 28. Oktober - Chicken Curry beim Inder
Am Montag gingen Jennifer und ich zu einem indischen Restaurant, das Jennifer kürzlich entdeckt hatte. Unterwegs trafen wir 2 Manager, die wir bis zur Eingangstür des Lokals verfolgten. Also nahmen wir einen Tisch zu viert. Bzw. es war so voll, dass wir uns zunächst an einen großen Tisch zu fremden Leuten setzten. Als dann ein Tisch frei wurde, zogen wir mitten beim Essen um. Die beiden Männer amüsierten sich über mein verdutztes Gesicht. Während sie aufstanden, tunkte ich immerhin gerade ein Stück Brot in mein Curry. Sie waren wirklich lustig und sprachen gut Englisch (gutes Englisch ist für mich inzwischen schon einfach nur "deutliches" Englisch, aber sie sprachen zum Glück auch darüber hinaus sehr gut :-)) und hatten einen tollen Humor.
Die Karte war mit Bildern und zum Glück auch englischer Beschreibung. Es gibt immer ein (preiswertes) Tagesgericht. Man wählt dann zunächst das Gericht und die gewünschte Schärfe. Dann muss man sich noch entscheiden, ob man Reis oder Brot (naan) dazu haben möchte. Ich entschied mich für's Brot. Man rupft immer etwas vom Brot ab und taucht es in das Curry (oder nimmt den Löffel).
Ich hatte mich für Chicken Curry entschieden. Das Hühnchen war mir allerdings etwas zu wenig Filet, aber das drumherum war soooooo lecker. Ich habe leider nicht alles geschafft, auf dem Bild seht ihr was übrig geblieben ist.
Nach dem Essen bestellten die Männer noch einen Joghurt-Drink namens Lassi. Auch sehr lecker.
Es war alles so lecker, dass ich diese Woche gleich noch einmal her kam :-)
Menu at the Indian RestaurantChicken curry, naan and lassi

Dienstag, 29. Oktober - Pizza beim Italiener
Am Dienstag wollten Jennifer und ich eigentlich zu Jonathans, den Rest der Speisekarte abarbeiten, aber es war leider voll, sodass wir weiter die Straße runter gingen. Wir landeten in einer kleinen Passage in einem kleinen italienischen Restaurant. Ich werdet jetzt unglaublich überrascht sein, was ich bestellt habe - korrekt - Pizza Prosciutto! Doch so ganz war es nicht wie in Deutschland. Es war zum Schinken zusätzlich noch Ruccola drauf (das wusste ich, Jennifer hatte die Zutaten übersetzt) und der Schinken war nicht mitgebacken worden. Es war also eigentlich eine Margherita, auf die noch Schinken und Ruccola gelegt wurde, nachdem sie aus dem Ofen kam. Es war aber trotzdem lecker. Es gab ein Mittagsmenü, sodass ich noch eine Cola hatte und wir als Nachtisch Pumpkin Pudding bekamen. Den Salat vorweg hatte ich bereits ausgelassen. Meist bin ich vom Hauptgang schon voll genug.
Pizza Prosciutto

Mittwoch, 30. Oktober - Reis beim Thailänder
Am Mittwoch ging es in größerer Gruppe (5 Mädels, eine davon kannte ich noch nicht) zum Thailänder. Jennifer hatte diesen bereits einmal vorgeschlagen, war sich aber gar nicht sicher, ob ich es mögen würde. Wir entschieden uns außerdem gestern für ein anderes Lokal, weil es regenete und wir nicht so weit laufen wollten.
Dieser Standort ist im August aus der Nähe von Yotsuya in diese Büroräume in Gokokuji gezogen. Da in Yotsuya viel mehr Büros sind, ist dort das Angebot an verschiedenen Mittagslokalen auch deutlich größer. In der Gegend des neuen Büros ist die Auswahl wohl deutlich kleiner, wie ich oft zu hören bekomme. (Ich glaube, mir würde schon der eine Inder reichen ;-)) So mussten wir heute wirklich ein Weilchen laufen bis wir am Lokal ankamen. Das ist an sich nicht tragisch, wenn die Pause nicht eine exakte Stunde lang wäre. Mit Laufstrecke, Bestellen, Warten bis das Essen kommt und Rückweg bleibt immer nicht so viel Zeit zum Essen.
Zuerst bekamen wir ein kleines Schälchen mit weichen Nudeln und Gemüse. Das war lecker. Ich entschied mich, mit Gabel zu essen, da wir schon so spät dran waren und ich befürchtete, mit Stäbchen zu viel Zeit zu brauchen. Ich zögerte kurz, ich wollte ja üben, aber heute war nicht der richtige Zeitpunkt dafür.
Danach kam ein weiteres kleines Schälchen, dieses Mal mit einer Suppe. Auch diese war lecker, wobei ich nur ein paar Löffel schaffte bevor sie kalt war, weil ich nebenbei so viel erzählte. Denn dann kam auch schon der Hauptgang. Ich hatte eine Schale Reis mit Gemüse bestellt. Oben drauf sollten ein paar kleine Shrimp sein. Wir wollten die erst abbestellen, aber dann stellte sich heraus, dass eine Kollegin Shrimp liebt, sodass ich das Gericht so wie auf der Karte bestellte und die Kollegin sich meine Shrimp nahm und sich freute (es waren doch ganze 2 Winzlinge! Die hätte ich auch noch irgendwie gegessen...). Der Reis (etwa mit fried rice vergleichbar - Reis mit Ei und Gemüse) war sehr lecker, sodass ich fast alles aufgegessen habe.
Als Nachtisch bekamen wir dann ein Schälchen mit Ananas. An meinem Schälchen erfreuten sich wiederum die Kolleginnen. Aber hey, die ersten 3 Sachen waren schließlich lecker und ich war voll.
Fried rice
 Mittagsmenüs
Zur Mittagszeit gibt es das oft, dass man ein ganzes Menü zum Hauptgericht bekommt. Oft bin ich schon vor'm eigentlichen Essen satt. Manchmal gibt es aber auch nur den Hauptgang. Da das für mich aus der Karte immer nicht ersichtlich ist (manchmal kann man es am Preis erahnen, wenn er deutlich über 1000 Yen liegt), lasse ich mich jedes Mal überraschen.

Trinken
Man bekommt im Restaurant immer zu Beginn ein Körbchen mit Besteck, ein feuchtes Tuch zum Hände säubern und ein Glas Wasser. Mir reicht eigentlich immer das Eiswasser zum Essen. Nur, wenn ein anderes Getränk im Menü vorgesehen ist, bestelle ich etwas anderes. Oder wenn die Kollegen mir etwas wie Lassi vorstellen und ich es probiere. Es scheint auch üblich, nach dem Essen noch eine Tasse Kaffe zu trinken, aber auch nicht ungewöhnlich, es nicht zu tun.

Preise
Preislich ist das Essen-gehen jeden Mittag natürlich deutlich teurer als das 2,70 Euro Tagesmenü in der Hanauer Kantine. Manchmal schaue ich mir den Speiseplan an, aber bis jetzt war noch nichts dabei, wo ich unbedingt in Deutschland hätte sein wollen (gab ja auch lange keine Königsberger Klopse). Im Vergleich zum deutschen Mittag war diese Woche durch die täglichen Restaurant-Besuche natürlich deutlich teurer. Wenn ich dann aber überlege, was ich bezahlt habe, dafür, dass wir in einem Restaurant waren, finde ich es dann wieder recht preiswert. Das teuerste war die Pizza Prosciutto im Menü für 1.500 Yen (etwa 11 Euro). Ansonsten bewegen sich die Preise zwischen 800-900 Yen, also 6-7 Euro.

Donnerstag, 31. Oktober - Keema Egg beim Inder
Am Donnerstag war ich mit Sachi und einer weiteren Kollegin verabredet. Ich wollte unbedingt wieder zu dem Indischen Restaurant, es war sooo lecker. Dieses Mal bestellte ich Keema Egg Curry (wieder so mild wie möglich). Es sah aus wie das Chicken Curry, nur mit einem gekochten Ei, halbiert, statt des Hühnchens.
Ich wählte wieder naan, das Brot dazu. Außerdem gibt es vorher auch noch einen kleinen Salat. Oh, war das lecker.
Keema Egg Curry
Freitag, 1. November - Pasta beim Italiener
Am Donnerstag fand ich zunächst nicht so recht jemanden, der mit mir Mittag essen ging. Jennifer hatte keine Zeit und die nächste Kollegin, die ich fragte, hatte sich etwas mitgebracht. Erst bei Sachi hatte ich dann Glück. So vereinbarte ich aber am Vortag, heute mit der anderen Kollegin essen zu gehen. Wir kamen am Mittwoch nicht richtig dazu, uns zu unterhalten. Sie gehört nicht zur administration, weshalb ich sie sonst im Büro nur von weitem sehe. Sie ist aber suuuupperrr lieb. Wir wollten erst zu Jonathans (erneuter Versuch, die Speisekarte durchzuprobieren), aber landeten auf dem Weg dahin bei einem kleinen Haus, das für mich gar nicht wie ein Restaurant aussah. Jennifer kannt es auch noch nicht. Es war nur wenige Meter vom Büro in einer Seitenstraße versteckt. Die Kollegin (ich kann mir ihren Namen noch nicht merken, er ist so lang :-() übersetzte kurz das Tagesangebot und es klang alles gut, sodass wir beschlossen, hineinzugehen. Es war sooo süß von innen. Total niedlich eingerichtet, ruhig gelegen, kein Mittagsgewusel wie in den anderen Lokalen. Wir bestellten 2x Pasta und 1x Sandwiches. Jennifers Sandwiches kamen, nachdem ich meine Pasta schon gegessen hatte, aber die rochen soooo gut, am liebsten hätte ich mir auch noch welche bestellt, aber dazu war keine Zeit. Vielleicht beim nächsten Mal. Da sie auch gute Kuchenauswahl hatten (hierzu entschlossen wir uns zu spät, sodass uns keine Zeit mehr blieb), werden wir bestimmt noch einmal wieder kommen :D
Little Italian restauant on a side street close to the office - so cute!Happy with my pasta and orange juice - I was so hungry

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